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Chronik Wien
09/19/2019

Wien bekommt eine Frühlingswiesn

Wo die Party stattfinden soll, ist noch offen. Die Kaiserwiese soll es jedenfalls nicht sein, heißt es.

von Julia Schrenk

Dirndl, Bier und Lederhose, dazu jede Menge Hirschgeweihe, weiß-blaue Girlanden und Schlager-Folklore. Am Donnerstag startet es wieder, das Wiener Wiesn-Fest.

18 Tage lang, also bis 13. Oktober, wird dann auf der Kaiserwiese am Praterstern wieder geschunkelt, Bier getrunken und „I am from Austria“ gegrölt. Und das zum bereits neunten Mal.

Pünktlich zum Start des Oktoberfestes ist jetzt auch fix: In Wien wird erstmals eine „Frühlingswiesn“ veranstaltet. Im April oder Mai 2020 soll es laut dem Geschäftsführer der Wiener Wiesn, Christian Feldhofer, soweit sein. Darüber wo das Fest stattfinden soll, hält sich Feldhofer aber bedeckt. Er möchte keine Spekulationen befeuern, sagt er auf KURIER-Anfrage.

Schon längere Zeit war damit spekuliert worden, dass der Wiener Veranstaltungskalender um ein Wiesn-Fest im Frühling erweitert wird. Im Sommer ging sogar die Website der Wiener Frühlingswiesn online. Und obwohl es auch damals noch keine Details gab, trat die Bürgerinitiative „Kaiserwiese für alle“ auf den Plan.

Die Gruppe sieht „Großveranstaltungen im Grünen Prater“ kritisch und sorgt sich auch um Lärm, der dadurch verursacht, und den Verkehr, der dadurch verstärkt wird. Die „Erholungslandschaft“, also vor allem der Rasen, würde dadurch „zerstört“, heißt es.

„Ausgeschlossen“

Dass die „Frühlingswiesn“ im nächsten Jahr auf der Kaiserwiese stattfindet, ist laut der Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt, Ursula Lichtenegger (Grüne), jedenfalls „ausgeschlossen“. Das Fest werde auch sonst nirgendwo im 2. Bezirk stattfinden, heißt es. Die Mitglieder der Bürgerinitiative freut das: „Wir halten das für die richtige und notwendige Entscheidung“.

Rasen und Bäume für Wiese

Veranstalter Christian Feldhofer betont, mit dem Bezirk seit jeher im guten Einvernehmen zu sein. Immer wieder gebe es etwa Feedback-Gespräche. Resultat eines solchen sei zum Beispiel der Einsatz eines Baumsachverständigen.

Der wird seit 2018 jeweils ein Mal vor und nach der Wiesn bestellt, um alle 80 Bäume auf dem einen Hektar großen Veranstaltungsgelände auf durch das Fest entstandene Schäden zu überprüfen.

„Das kostet uns zwischen 10.000 und 15.000 Euro, aber wir tun das gerne“, sagt Feldhofer. Direkt nach dem Wiesn-Fest auf der Kaiserwiese wird auch ein neuer Rollrasen verlegt. Den Veranstalter kostet das 100.000 Euro, sagt er. Aber auch das mache man gerne.

Seit ihrem Bestehen ist die Wiener Wiesn jedenfalls stetig gewachsen. 400.000 Menschen kamen im vergangenen Jahr – ein Rekord. Bei ihrem Start vor neun Jahren waren es zwischen 20.000 und 30.000 Personen. Die Aufregung, die es alle Jahre wieder darum gibt, kann Christian Feldhofer nicht nachvollziehen.

Für die Veranstaltung miete man eine Fläche, die man genau für solche Zwecke mieten darf. „Und wenn der Ostbahn Kurti spielt, beschwert sich ja auch niemand.“

Das 9. Wiener Wiesn-Fest findet von 26. September bis 13. Oktober statt.

900 Stunden lang wird Livemusik geboten. Unter anderem von Roberto Blanco, Andy Borg, Jazz Gitti und Stefan Mross. Der Eintritt tagsüber ist frei. Mittwoch bis Samstag wird Eintritt in der Höhe von

29 bis 60 Euro verlangt. Geöffnet ist täglich ab 11.30 Uhr.   

 

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