Weil Polizei fehlt: Drei Bezirke machen Druck
Fordern mehr Polizei_(v.l.n.r.): Marcus Franz (SPÖ-Bezirksvorsteher Favoriten), Boris Jany (FSG Polizei), Stefanie Lamp (SPÖ-Bezirksvorsteherin Ottakring), Anton Parahsl (Bezirksrat Hernals), Peter Jagsch (SPÖ-Bezirksvorsteher Hernals).
Es gibt zu wenig Polizistinnen und Polizisten in Wien. Das finden jedenfalls die Vorsteher der Bezirke Favoriten, Ottakring und Hernals.
Deshalb haben Stefanie Lamp (SPÖ) und Peter Jagsch (SPÖ) schon im Vorjahr eine Petition für 100 Polizisten mehr in ihren Bezirken gestartet. Die vom Favoritner SPÖ-Bezirksvorsteher Marcus Franz gestartete Initiative „Mehr Polizei für Wien“ unterstützen sie auch.
„Die Personalsituation der Ottakringer und Hernalser Polizei ist schockierend. Obwohl das Stadtpolizeikommando Ottakring für ähnlich viele Menschen zuständig ist wie das Stadtpolizeikommando Salzburg, verrichten in Salzburg mehr als doppelt so viele PolizistInnen ihren Dienst“, erklären Lamp und Jagsch.
Besonders dramatisch
Die Situation im Stadtpolizeikommando Ottakring (zuständig für den 16. und 17. Bezirk) bezeichnen die beiden in einer Aussendung „mittlerweile als besonders dramatisch“: Bei nominell vorgesehenen 269 Planstellen seien tatsächlich nur 197 Polizistinnen und Polizisten (Vollbeschäftigungsäquivalente)im Dienst.
Man habe versucht, in Gesprächen mit dem Innenminister Lösungen zu finden. „So respektvoll diese Gespräche verlaufen sind, so wenig hat sich die Situation verbessert“, erklärt Stefanie Lamp. Mit der Initiative fordere man eine gerechte und transparente Aufteilung der Polizeikräfte in ganz Österreich.
Alle Kräfte zählen
Seitens der Polizei betont man, dass für den Personalstand in den Bezirken nicht nur die direkt zum jeweiligen Stadtpolizeikommando zählenden Polizistinnen und Polizisten von Relevanz sind, sondern die Gesamtheit der Kräfte, die regelmäßig bezirksübergreifend bei Schwerpunktaktionen oder großen Veranstaltungen bei Bedarf zum Einsatz kommen – etwa die Bereitschaftseinheit Wien, die Polizeidiensthundeeinheit, die WEGA, die EGS (Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität) und das Landeskriminalamt Wien.
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