Causa Ruck: Geschasste Funktionärin gibt überraschende Rückendeckung
Margarate Kriz-Zwittkovits (ÖVP) sprang Walter Ruck überraschend bei: Er sei ein großer Förderer von Frauen.
In der Causa Walter Ruck kam die Wirtschaftskammer-Funktionärin Margarete Kriz-Zwittkovits vergangene Woche zu zweifelhaften Ehren: In jenem Gesprächsprotokoll, das profil und Kronen Zeitung publizierten, sprach Ruck auch über die Demontage der ÖVP-Politikerin.
Kriz-Zwittkovits, die Vize-Chefin in Wirtschaftsbund und Wiener Wirtschaftskammer ist, musste 2025 zugunsten seines Sohns auf ein Antreten bei der Wien-Wahl verzichten: „Die Margarete [...] hat einen Befehl bekommen, sie hat salutiert und hat gesagt: Okay, ich verzichte. Und hat meinen Sohn vorgeschlagen und hat für ihn gekämpft“, soll Ruck in vertraulicher Runde gesagt haben.
Ausgerechnet die Geschasste selbst stärkt Ruck nun den Rücken - und zwar via Aussendung aus dem Wirtschaftsbund: „Wir wissen ja, dass Männer sich untereinander gern flapsig unterhalten - sofern das in dieser Form überhaupt stattgefunden hat. Was aber zählt ist die Realität“, wird Kriz-Zwittkovits zitiert. Sie habe Ruck stest „als einen Präsidenten erlebt, der Frauen bewusst fördert“.
„Potenziell illegal“
Sie verweist auf die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien, die Ruck der Wiener Wirtschaftskammer zu verdanken sei. „Und diese Bilanz ist zehnmal stärker als es flapsige Sager in einer Männerrunde je sein könnten.“
Mit der Aussendung geht der Wirtschaftsbund auch in die Offensive: In der Aussendung bezeichnet Kriz-Zwittkovits das Gesprächsprotokoll als „potenziell illegal“. Und zu ihrem Nicht-Antreten für die ÖVP bei der Gemeinderatswahl sagt sie: „Ich kann festhalten, dass es dazu nie ein Gespräch mit Walter Ruck gab und dies meine freie Entscheidung war, nicht als Spitzenkandidatin zur Verfügung zu stehen. Die Kampagne gegen Walter Ruck läuft auch hier ins Leere.“
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