Aumannplatz: Petition gegen Fußgängerzone
Kaum sind die Pläne für den neuen Aumannplatz präsentiert, regt sich Widerstand. Aus dem Platz soll ein Grätzlplatz mit mehr Grün und einer Fußgängerzone werden. Flyer einer Bürgerinitiative unter dem Motto „Erhalt der stadteinwärts führenden Verkehrsverbindung in der Währinger Straße“ kursieren derzeit im Bezirk.
Rückenwind von FPÖ
Konkret geht es um den Abschnitt zwischen Klostergasse und Vinzenzgasse. Befürchtet werden Ausweichverkehr in Wohnstraßen und Gefahren für Schulwege. Dem widerspricht Bezirksvorsteherin Silvia Nossek (Grüne). „Die Verkehrsverbindung wird nicht unterbrochen. Für nur 200 Meter müssen Autofahrer von der Währinger Straße auf die Gentzgasse wechseln“, sagt sie. „Zusätzlich soll mir einmal wer erklären, wie eine Fußgängerzone den Schulweg unsicher machen sollte.“
Rückenwind erhält die Bürgerinitiative von der FPÖ. Bezirksparteiobmann Udo Guggenbichler warnt: „Wer glaubt, dass Autos einfach verschwinden, wenn man Straßen sperrt, ignoriert die Realität.“
Nossek hält dagegen: „Mir ist bewusst, dass die Autos nicht verschwinden werden. Aber uns fliegt das Klima gerade um die Ohren. Wir müssen unsere Bezirke und den öffentlichen Raum an die Klimakrise anpassen.“ Im Zuge der Umgestaltung sollen rund 20 neue Bäume gepflanzt und etwa 350 Quadratmeter Boden entsiegelt werden.
Verkehrschaos 2028
Ein „Verkehrschaos“, wie es in der Petition heißt, erwartet sich Nossek durch den Umbau nicht. „Spätestens 2028, wenn die U5-Baustelle beim Arne-Karlsson-Park beginnt, kommt es zu wirklichen Eingriffen in den Verkehr im 18. Bezirk.“
Bis September können Anrainer noch Vorschläge zur Umgestaltung des Platzes einbringen. „Meine Tür steht offen. Aber die Petition arbeitet mit Falschinformationen. Das ist für mich reiner Empörungsdiskurs.“
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