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Votivkirche
02/21/2013

Flüchtlinge laden Fischer zum Abendessen ein

Die Flüchtlinge bleiben bei ihren Forderungen nach einem legalen Aufenthaltstitel und einer Arbeitserlaubnis.

Die Votivkirche bleibt wohl noch länger bewohnt. Vertreter jener Flüchtlinge, die seit nunmehr gut zwei Monaten in dem Gotteshaus leben, machten bei einer Pressekonferenz Donnerstagvormittag klar, dass sie die Kirche nicht verlassen werden, ehe sie nicht einen legalen Aufenthaltstitel und damit verbunden eine Arbeitserlaubnis erhalten. Zu Tisch bitten wollen sie Bundespräsident Heinz Fischer, den die Flüchtlinge zu einem Abendessen in die Votivkirche einluden.

Abgehalten wurde die Pressekonferenz vor der Votivkirche. Dies sollte als Protest dagegen dienen, dass Medienvertreter nicht mehr zu ihnen ins Gotteshaus vorgelassen werden. Zudem stört die Flüchtlinge, dass einige ihrer umstrittenen "Unterstützer" keinen Zugang mehr zur Votivkirche haben.

Schreiben von Fischer

Der derzeitige Status ist, dass die Flüchtlinge nach zwei Hungerstreiks wieder essen. Begründet wurde dies am Donnerstag neuerlich mit einem Schreiben von Bundespräsident Heinz Fischer an sie, in dem das Staatsoberhaupt "Hilfe im Rahmen der geltenden Gesetze" angeboten hatte.

Freilich hatte der Präsident auch appelliert, dass die Flüchtlinge angebotene Ersatzquartiere annehmen sollten. Danach sieht es derzeit aber nicht aus. Die Asylwerber fürchten, dass sie bei Verlassen der Kirche festgenommen und abgeschoben werden. Die Flüchtlingsvertreter verlangten am Donnerstag neuerlich politische Verhandlungen mit dem Ergebnis, dass sie im Land bleiben und arbeiten können. VP-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hatte solche Gespräche jedoch wiederholt ausgeschlossen.

Einladung abgelehnt

Fischer hat die Einladung zum Abendessen übrigens bereits abgelehnt: Er plant derzeit nicht, auf das Angebot eines gemeinsamen Abendessens mit den Flüchtlingen in der Votivkirche einzugehen. Aus seinem Büro hieß es, es gebe derzeit vordringlichere Dinge als ein Abendessen. Zunächst müsse eine befriedigende Lösung rund um die Flüchtlingsaktion in der Votivkirche gefunden werden.

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