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© Gnedt Martin

Simmering
08/27/2014

Verwester Leichnam in Wien gefunden

Fremdverschulden durch Obduktion ausgeschlossen.

Ein Wiener Gerichtsvollzieher ist am Montag im Zuge einer Delogierung auf einen Toten gestoßen. Die stark verweste Leiche lag in einer Wohnung in einem Gemeindebau in der Simmeringer Hauptstraße auf dem Boden, sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Fremdverschulden hat die Gerichtsmedizin bereits ausgeschlossen.

Unklar war am Dienstag hingegen noch die Identität des Mannes, der bereits seit längerem unentdeckt in der Wohnung gelegen ist, ebenso wie die Todesursache und der Zeitpunkt des Ablebens. Im März hatte die Polizei auf Ersuchen der Wohnungsgenossenschaft dort Nachschau gehalten, weil schon monatelang keine Miete mehr bezahlt worden war. Auch die Post stapelte sich.

Der eingesetzte Diensthund, ein speziell trainierter Leichensuchhund, habe damals aber nicht angeschlagen, sagte Maierhofer. Das schließe dennoch nicht aus, dass sich der Tote schon in der Wohnung befunden haben könnte. Das Tier hätte die sterblichen Überreste nur dann erschnüffeln können, wenn entsprechende Geruchspartikel sich schon ins Stiegenhaus ausgebreitet hätten, was offenbar nicht der Fall gewesen sei.

"Eine unmittelbare Gefährdung einer Person lag zum damaligen Zeitpunkt für die einschreitenden Beamten nicht vor bzw. bestand kein Verdacht einer gerichtlich strafbaren Handlung", so Maierhofer. "Daher war für die Polizei keine Befugnis zum weiteren Einschreiten, wie zum Beispiel der polizeilichen Öffnung der Wohnung, gegeben." Die offenen Fragen soll die Gerichtsmedizin in den kommenden Tagen klären.

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