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Chronik Wien
07/31/2019

Verdacht auf Missstände: Behörde prüfte Döblinger Seniorenheim

Der Besuch am Mittwoch kam unangemeldet, er ergab jedoch keine Bestätigung der Vorwürfe, die eine Praktikantin erhoben hatte.

von Josef Gebhard

Die Vorwürfe gegen eine Seniorenresidenz in Döbling dürften sich nicht erhärten. Wie berichtet hatte eine ehemalige Praktikantin gegenüber dem ORF angegeben, dass dort Bewohner mitunter achtlos und menschenverachtend behandelt worden seien. Seitens der Betreiber gab man sich erschüttert. Man könne sich solche Vorfälle nicht vorstellen, das Heim werde ständig überprüft.

Aufgrund der Vorwürfe fand am Mittwoch ein unangemeldeter Besuch im Heim durch die MA 40 (Soziales) und Vertretern der Wiener Pflege- und Patientenanwaltschaft (WPPA) statt. „Wir haben mit Bewohnern gesprochen. Von ihnen wurden keine Vorwürfe erhoben“, heißt es bei der WPPA. Donnerstagnachmittag werde man aber einen außerordentlichen Sprechtag im Heim abhalten, bei dem Bewohner und auch ihre Angehörigen mögliche Missstände melden könnten. Nicht gemeldet habe sich bei der WPPA die ehemalige Praktikantin.

Keine Auffälligkeiten

Keine Auffälligkeiten ortet man auch seitens der MA 40: „Die Einrichtung wurde in den vergangenen Monaten mehrmals von unterschiedlichen Stellen überprüft, dabei gab es keine Hinweise auf pflegerische Mängel“, sagt ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). „Die MA 40 hat das Haus, in dem überwiegend Privatkunden versorgt werden, am Mittwoch einer weiteren unangekündigten Überprüfung unterzogen. Aktuell liegen keine Beschwerden über Missstände vor.“