Die heutige Streckenlänge von 42,195 Kilometern geht auf die Olympischen Spiele 1908 in London zurück.
Wer ist schuld an der seltsamen Distanz? Das britische Königshaus. Vor Windsor Castle sollte der Start sein und vor der königlichen Lodge im Stadion das Ziel. Das ergab auch in Meilen keine runde Zahl: 26 Meilen, 385 Yards.
Massenphänomen waren Marathons zunächst nicht: Beim New York Marathon 1970 starteten 127 Läufer.
Eine Herausforderung waren sie aber schon immer: 1970 kamen nur 55 ins Ziel.
Die Knie müssen pro Laufschritt Kräfte abfedern, die dem Drei- bis Fünffachen des Körpergewichts entsprechen.
40.000 bis 50.000 Schritte braucht ein Marathonläufer, bis er im Ziel ist.
Ein 80 Kilogramm schwerer Läufer belastet über die Strecke jedes Kniegelenk mit insgesamt 5.000 Tonnen, rechnete Die Zeit vor.
Fürs Herz ist ein Marathon Schwerarbeit. Die meisten Marathon-Todesfälle sind auf ein Versagen des Herz-Kreislauf-Systems zurückzuführen.
Das Training wiederum stärkt das Herz. Das Gesunde an einem Marathon ist die Vorbereitung darauf.
Viele Frauen laufen Marathon. Sie stellen einen großen und wachsenden Anteil der Teilnehmenden weltweit – in Europa und Nordamerika 40 bis 50 Prozent.
Läuferinnen waren aber lange von den Wettbewerben ausgeschlossen
Um beim Boston Marathon 1967 mitlaufen zu können, meldete sich Kathrine Virginia Switzer mit den Initialen ihres Vornamens an. Sie bekam die Startnummer 261.
Kathrine Switzer wurde zur Ikone von laufenden Frauen.
Der Rennleiter entdeckte das nach ein paar Kilometern und wollte ihr die Startnummer herunterreißen. Ihr Freund stieß ihn zur Seite. Switzer kam nach rund vier Stunden, 20 Minuten ins Ziel.
Erst 1984 war der Marathonlauf für Frauen olympisch.
Als erste Frau der Geschichte absolvierte die Kenianerin Ruth Chepngetich (2025 wegen Dopings gesperrt) beim Chicago-Marathon 2024 die 42,195 Kilometer in unter 2:10 Stunden. Sie lief 2:09:56.
Ihre Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 19,5 km/h.
Das ergibt einen Schnitt von 3:05 Minuten pro Kilometer.
Wissenschafter vom Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft haben sich die Rufe genau angehört und festgestellt: Sie haben extreme Tonhöhen und sind sehr laut.
Die Sprechgeschwindigkeit ist aber langsamer, die Vokale sind gedehnt. Weeeiiiittter sooooooooo.
Die rhythmische Wiederholung der Namen in gleichen Intervallen könnte dazu dienen, die Bewegungsabläufe der Athleten zu unterstützen und Ausdauer zu vermitteln, berichtet der MDR über die Studienergebnisse.
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