Integrationsfonds Welcome-Desk Torres Acosta

© Ichner Bernhard

Wien
08/19/2013

Unkomplizierte Hilfe für Zuwanderer

Integration. Der „Welcome Desk“ weist Migranten den Weg durch den Behördendschungel

von Bernhard Ichner

Juan Antonio Torres Acosta ist Biotechniker an der BOKU. Nachdem der Mexikaner vor Kurzem eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis und damit unbegrenzten Zugang zum Arbeitsmarkt bekommen hat, möchte er sich besser in Österreich integrieren. Für Menschen wie ihn wurde vor Kurzem der „Welcome Desk“ im Integrationszentrum Wien eröffnet. Dutzende Personen haben ihn bereits in Anspruch genommen.

Das Angebot soll eine erste Anlaufstelle für Migranten mit einer langfristigen Aufenthaltsbewilligung sein. „Aus zwei Gründen“, wie Franz Wolf-Maier, der Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), erklärt. „Zum einen sollen sich die Leute hier willkommen fühlen. Und zum anderen wollen wir sie vom ersten Tag an punkto Integration begleiten.“

Kernzielgruppe sind Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten. Allein 2012 waren das rund 50.000 Personen. Das bedeutet nicht nur, Deutschkurse zu vermitteln, sondern auch den Zuwanderern den Weg durch den Behördendschungel zu erleichtern. „Integration war bis dato immer eine individuelle Angelegenheit und hing auch vom Glück des Einzelnen ab“, sagt Wolf-Maier. „Jetzt ist sie erstmals systematisiert.“

Den Zuwanderern wird geholfen, sich in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Arbeit, Wohnen und Finanzen, aber auch punkto Kultur und Freizeit einen Überblick über die Serviceangebote in Österreich zu verschaffen.

Anschluss finden

Torres Acosta, zum Beispiel, will seine Deutschkenntnisse verbessern, gesellschaftlichen Anschluss finden und den Job wechseln. Nach sechs Jahren in der Forschung würde er gern in der Industrie arbeiten.

Nachdem in einem Erstgespräch am Welcome Desk seine Ziele definiert und seine Bedürfnisse abgeklärt wurden, wird ihm ein Mentor bei der Suche nach einem geeigneten Arbeitsplatz helfen. Mit seinen Deutsch-Fortschritten steigen auch Acostas Selbstvertrauen und der Wunsch, sich besser zu integrieren. Dafür wird man ihm beim Integrationsfonds Kontakte zu Freiwilligenorganisationen vermitteln.

In den kommenden Monaten sollen weitere Welcome Desks in Salzburg, Linz, Innsbruck und Graz eröffnet werden.www.integrationsfonds.at

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