Chronik | Wien
05.12.2011

Unfall bei Hochschaubahn durch Bremsdefekt

Am Sonntag wurden drei Besucher bei einer Kollision von drei Waggons verletzt. Außerdem wurde ein Mann vom "Funtrain" niedergestoßen.

Ein lädierter linker Oberarm, aufgeschürfte Schienbeine und ein Bluterguss am Kinn - die Bilanz des Hochschaubahn-Unfalles im Wiener Wurstelprater erinnert an einen Autocrash.
Sonntagnachmittag fuhren zwei Väter mit ihren Kindern (7 und 9) auf der Super-8er-Bahn hinter dem Riesenrad. Die lustige Berg- und Talfahrt fand allerdings ein schmerzhaftes Ende. Als das Wagerl am Schluss der Fahrt abgebremst werden sollte, versagte die Technik und krachte in einen bereits stehenden Wagen.

"Ich schätze, dass wir etwa 30 km/h draufhatten. Der Aufprall war heftig. Zum Glück ist nicht mehr passiert", resümierte Thomas Kainrath einen Tag nach dem Unfall.
Vorerst wurde der Zusammenstoß noch mit "Glück gehabt" abgetan. Väter und Kinder schlenderten sogar noch in das Lokal "Praterfee" auf eine g'schmackige Stelze. Dort kamen dann die Schmerzen. "Schließlich erstatteten wir bei der Polizei Anzeige. Dienstag müssen wir zum Amtsarzt", so Kainrath.

Der Betreiber, Alexander Ruthner, sperrte die Bahn sofort: "Wir werden jetzt die gesamte Anlage kontrollieren. Die Freigabe erfolgt durch den Magistrat." Für die Verletzten gab es ein Trostpflaster: jeweils eine Jahreskarte für 2012.

Ebenfalls verletzt wurde am Sonntag im Prater ein 84-jähriger Fußgänger. Der Lenker des Tingelzuges "Funtrain" übersah auf dem Calafattiplatz den Pensionisten. Er erlitt Prellungen.