Chronik | Wien
17.12.2017

Umstrittener FPÖ-Mandatar soll Wiener Stadtrat werden

Maximillian Krauss sorgte immer wieder für Kontroversen, bezeichnete Häupl als "Türkenbürgermeister".

Eine pikante Personalveränderung steht in der Wiener Stadtregierung an. Der erst vor wenigen Wochen als Nationalrat angelobte FPÖ-Mandatar Maximilian Krauss soll nichtamtsführender Stadtrat werden. Dies ist aus Parteikreisen zu vernehmen.

Der Posten wird frei, weil wie berichtet Stadtrat Toni Mahdalik neuer Klubchef werden soll. Er übernähme damit die Funktion von Dominik Nepp, der Johann Gudenus als Vizebürgermeister nachfolgen soll. Gudenus soll als Klubchef in den Nationalrat wechseln.

Der 24-jährige Krauss sorgte in der Vergangenheit für massive Kontroversen. 2014 nominierte die FPÖ den schlagenden Burschenschafter für das Amt des stellvertretenden Wiener Stadtschulratspräsidenten. Bürgermeister Michael Häupl lehnte dies allerdings ab. Hintergrund waren die wiederholten umstrittenen Aussagen des Jungpolitikers: So hatte er Häupl als "Türken-Bürgermeister" bezeichnet und sich dafür ausgesprochen, Kinderschänder chemisch zu kastrieren.

Jetzt könnte Krauss schon bald gemeinsam mit Häupl an den Sitzungen des Wiener Stadtsenats teilnehmen. Denn für die Wahl eines nichtamtsführenden Stadtrats genügen der FPÖ die eigenen Stimmen. Offizell abgesegnet werden die Personalrochaden am kommenden Dienstag.