Wien ist bei Touristen sehr beliebt

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Wien
05/18/2016

Touristen schätzen Sicherheit in Wien

Weitere Gründe für die Beliebtheit: Kultur, Musik, Genuss.

2015 verzeichnete die Wiener Tourismusbranche Rekordzahlen – dieser Trend dürfte sich 2016 fortsetzen: Das geht aus dem aktuellen „Vienna Tourism Indicator“ (VTI) hervor, der halbjährlich erstellt wird. Die Gründe für die Beliebtheit Wiens: Kultur, Musik, Genuss – und die Sicherheit.

Der VTI wird von der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) erhoben. „Wien besitzt mittlerweile nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee einen hervorragenden Ruf als Destination für Städtereisen“, erklärt Franz Sattlecker, Geschäftsführer der SKB. Wien sei zudem eine sichere Stadt, „was angesichts der aktuellen geopolitischen Lage auch ein ausschlaggebendes Argument für die Reiseentscheidung ist“. Zudem sei das Preis-Leistungsverhältnis gut.

Kontinuierlicher Anstieg

Für die Wiener Tourismusbranche geht es seit dem Jahr 2002 kontinuierlich nach oben: So besuchten 2015 um 7,9 Prozent mehr Gäste Österreichs Hauptstadt als noch im Jahr davor. Brancheninsider gehen davon aus, dass künftig zudem noch mehr Urlauber aus China, Saudi Arabien, Indien sowie den USA nach Wien reisen werden: Diese Märkte würden eine wachsende Rolle spielen –entsprechend werde etwa bereits in China verstärkt für Wien-Urlaube geworben.

Gäste aus Deutschland

Sehr erfreulich dürfte sich laut VTI zudem die Entwicklung bei den deutschen Urlaubsgästen gestalten: Die aktuelle Flüchtlingssituation und etwaige Reiseverzögerungen dürften demnach keine negativen Auswirkungen haben.

Stabil bleiben dürfte beispielsweise die Zahl der Ankünfte aus Spanien oder Italien. Der seit 2013 stark rückläufige Trend von Gästezahlen aus Russland könnte sich diesen Sommer zumindest etwas einbremsen, hoffen die Tourismus-Experten.

63 Prozent der Österreicher planen heuer einen Sommerurlaub. Damit sind sie besonders reisefreudig, hat das Meinungsforschungsinstitut Ipsos bei einer Befragung von 4.000 Menschen in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien, Brasilien, USA und Österreich erhoben. Terrorangst beeinflusst teilweise die Wahl der Destination, aber nicht so stark wie das Wetter am Urlaubsort.


Im Schnitt der einbezogenen europäischen Länder haben 54 Prozent der Bevölkerung Reisepläne für den Sommer. Noch weniger waren es laut dem Notfall- und Servicedienstleister Europ Assistance (Generali Group), der die Datenerhebung beauftragt hat, nur im Jahr 2013 mit 53 Prozent. Die Franzosen schmieden mit 57 Prozent aktuell am zweithäufigsten Urlaubspläne. Die Deutschen liegen mit 55 Prozent im Mittelfeld. „In Spanien (49 Prozent) drücken die nach wie vor hohe Arbeitslosenquote sowie die rigiden Sparprogramme und in Belgien (47 Prozent) die Anschläge der letzten Monate auf die Urlaubsstimmung“, berichtete Europ Assistance Österreich am Mittwoch.


Im Durchschnitt gibt demnach jeder europäische Haushalt pro Jahr 2.247 Euro für den Urlaub aus. Verglichen mit 2015 (2.427 Euro) ist das ein deutlicher Rückgang. In Österreich stiegen die geplanten Ausgaben hingegen um 117 auf 2.727 Euro pro Haushalt. Auf dem zweiten Platz findet sich Deutschland mit einem Reisebudget von 2.468 Euro. Schlusslicht sind traditionell die Spanier mit 1.886 Euro pro Haushalt.


„Die Steuerreform ist in den Börsen der Österreicherinnen und Österreicher angekommen“, sagte Besim Akinci, CEO von Europ Assistance Österreich und Schweiz. „Wir sehen einen ganz klaren Trend zum Erlebnisurlaub. Dies ist eine große Chance für die klassische Reisebranche, sich von Onlinebuchungen abzuheben und mit der Erfüllung von individuellen Kundenwünschen zu punkten.“


30 Prozent Österreicher verbringen den Sommerurlaub in der Heimat. Viele zieht es auch nach Italien (22 Prozent) und Kroatien (15 Prozent). Franzosen, Spanier und Italiener machen gleich jeweils zu mehr als der Hälfte Ferien im eigenen Land.


Die Auswahl des Reisezieles hängt primär vom Klima (42 Prozent) ab. Die Angst vor Anschlägen ist mit 40 Prozent weiter hoch und hat auch Einfluss: 33 Prozent der befragten Österreicher wollen diesen Sommer nicht in die Türkei reisen. Bei 16 Prozent ist Ägypten gestrichen, und für acht Prozent ist Frankreich heuer keine Option. In den USA gaben 20 Prozent an, Frankreich zu meiden.


68 Prozent der Urlauber planen, für ein bis zwei Wochen zu verreisen. Länger als drei Wochen urlauben 13 Prozent, zwölf Prozent packen für vier Wochen die Koffer. Für weniger als eine Woche buchen nur neun Prozent. 58 Prozent der Österreicher urlauben im Hotel, 19 Prozent bei Freunden oder sie besitzen eine Ferienwohnung. Weitere 19 Prozent buchen eine Ferienwohnung oder ein Haus. Die Österreicher waren weiters die einzigen, bei deren Urlaubsplänen Kultur (37 Prozent) an oberster Stelle rangiert. 65 Prozent gaben weiters an, auf das Firmenhandy zu verzichten. Von den Deutschen tun das sogar 80, bei den Amerikanern nur 53 Prozent.

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