Die Grazer Polizei ist bei einer Bluttat im Bezirk Gries gefordert

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Wien
05/13/2021

Tote Frau in Simmering gefunden: Ehemann enthaftet

Obduktion kam zu keinem eindeutigen Ergebnis. LKA Wien ermittelt weiter.

von Kevin Kada

Nachdem am Mittwoch in Wien-Simmering die Leiche einer 36-jährigen Frau in einer Wohnung gefunden wurde, liegt nun ein Obduktionsergebnis vor. 

Laut Gerichtsmedizin konnte der Verdacht eines "möglichen Fremdverschuldens weder ausreichend bestätigt noch definitiv ausgeschlossen" werden. Aus diesem Grund wurde der 44-jährige Ehemann der Frau, der noch am gestrigen Mittwoch festgenommen wurde, nach Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien aus der Haft entlassen.

Die Polizei hatte das Ableben der Frau als bedenklichen Todesfall eingestuft und schloss Fremdverschulden nicht aus. "Es werden noch etwaige Beweise ausgewertet", sagte Polizeisprecher Christopher Verhnjak der APA über die weitere Vorgangsweise.

Nina Bussek, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien, betonte, dass die bisherigen Obduktionsergebnisse nicht ausreichend für einen dringenden Tatverdacht seien. 

Verletzungen im Halsbereich

Am Mittwoch um 5.30 Uhr wurde die Polizei von Einsatzkräften der Wiener Berufsrettung wegen eines Todesfalls in eine Wohnung in Wien-Simmering in der Kaiserebersdorfer Straße gerufen. Die tote 36-jährige Frau wies Verletzungen im Halsbereich auf. Ebenfalls in der Wohnung befand sich ihr Ehemann, ein 44 Jahre alter Serbe.

Fremdverschulden konnte nicht ausgeschlossen werden. Der Ehemann hatte aus dem Fenster um Hilfe gerufen, woraufhin die Rettungskräfte in der Wohnung die tote Frau gefunden hatten. 

Der Ehemann ist polizeilich bisher nicht in Zusammenhang mit Gewalt in Erscheinung getreten. Er wurde bisher nicht weggewiesen oder mit einem Betretungsverbot belegt. 

Gewalt von Männern gegen Frauen gibt es in allen sozialen Schichten, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen. Morde an Frauen können auch Femizide sein. Der Begriff soll ausdrücken, dass hinter diesen Morden oft keine individuellen, sondern auch gesamtgesellschaftliche Probleme wie etwa die Abwertung von Frauen und patriarchale Rollenbilder stehen.

Hilfe für Gewalt-Betroffene gibt es hier:

Frauenhelpline (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 222 555 Männernotruf: (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 246 247.

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