© Markus Strohmayer

Chronik Wien
05/12/2021

Mordermittlungen in Simmering: Frau mit Halswunden tot aufgefunden

Der Ehemann der Toten wird in diesen Minuten einvernommen.

von Birgit Seiser, Markus Strohmayer

Am Mittwoch um 5.30 Uhr wurde die Polizei von Einsatzkräften der Wiener Berufsrettung wegen eines Todesfalls in eine Wohnung in Wien-Simmering in der Kaiserebersdorfer Straße gerufen. Die tote 36-jährige Frau wies Verletzungen im Halsbereich auf. Ebenfalls in der Wohnung befand sich ihr Ehemann, ein 44 Jahre alter Serbe. Fremdverschulden kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Der Ehemann hatte aus dem Fenster um Hilfe gerufen, woraufhin die Rettungskräfte in der Wohnung die tote Frau gefunden hatten. 

Bisher keine Vorfälle

Der Ehemann wurde als Tatverdächtiger vorläufig festgenommen. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen übernommen. Die genaue Todesursache ist noch Gegenstand von Ermittlungen und wird eine Obduktion klären. Diese könnte jedoch bis zu zwei Tagen dauern. 

Des Ehepaar soll laut Polizei bisher nicht auffällig gewesen sein, wie die Polizei dem KURIER sagt: "Nach ersten Erhebungen war der Mann in Bezug auf Gewalt in der Privatsphäre nicht polizeilich bekannt. Auch sind keine Vorfälle in Bezug auf Betretungs- und Annäherungsverbote aktenkundig." Vor Ort erzählt eine Nachbarin, dass man aus der Wohnung des Paares zwar hin und wieder Streitereien gehört hätte, sonst aber beide Ehepartner sehr nett und unauffällig gewesen seien. Die Frau, die das Paar seit fünf Jahren kennt, erzählt dem KURIER auch, dass es ein gemeinsames Kind hat. Die Nachbarn schilderten, dass der Mann seine verletzte Ehefrau sogar reanimiert haben soll. In dem Mehrparteienhaus gegen alle von einem Unfall aus. 

Gewalt von Männern gegen Frauen gibt es in allen sozialen Schichten, Nationen, Familienverhältnissen und Berufsgruppen. Morde an Frauen können auch Femizide sein. Der Begriff soll ausdrücken, dass hinter diesen Morden oft keine individuellen, sondern auch gesamtgesellschaftliche Probleme wie etwa die Abwertung von Frauen und patriarchale Rollenbilder stehen.

Hilfe für Gewalt-Betroffene gibt es hier:

Frauenhelpline (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 222 555 Männernotruf: (Mo – So, 0 – 24 Uhr, kostenlos), 0800 / 246 247.

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