Die Aktivistinnen am Kohlmarkt trugen Trenchcoats im typischen Design des Modelabels

© VIER PFOTEN/MATTHIAS SCHICKHOFER

Chronik Wien
03/03/2014

Tierschützer machen gegen Burberry mobil

Das britische Modelabel führt in seiner Kollektion Pelzprodukte, so die Kritik.

Aktivistinnen der Tierschutz-Organisation Vier Pfoten protestierten Montagvormittag vor dem Burberry Store am Kohlmarkt in der Wiener Innenstadt. Bekleidet in den für das Modelabel typischen Trenchcoats wollten sie darauf aufmerksam machen, dass die britische Firma nach wie vor Pelzprodukte in seiner Kollektion führe. „Und das, obwohl Vier Pfoten erst vor Kurzem Videomaterial über katastrophale Missstände in den Pelzfarmen, die für Burberry produzieren, veröffentlicht hatte“, betonen die Tierschützer.

Konkret gehe es dabei um Betriebe in Finnland, wo Füchse mit angebissenen Schwänzen in engen Maschendrahtkäfigen zwischen Bergen von Exkrementen untergebracht seien, heißt es bei Vier Pfoten. „Dieses Material zeigt erneut: Es gibt einfach keinen tierschutzgerecht produzierten Pelz“, sagt Kampagnenleiterin Indra Kley.

In einer Reaktion auf Protestmails hatte der Mode-Konzern betont, „dass Burberry kein natürliches Fell verwendet, wenn es Bedenken oder Anzeichen gibt, dass die Erzeugung unter nicht akzeptabler Tierhaltung geschieht“.

Angesichts der aktuell veröffentlichten Videos fordert Vier Pfoten die Firma nun auf, zu ihrem Wort zu stehen. „Die einzige ehrliche Konsequenz ist der umgehende Verzicht auf die Nutzung von Echtpelz“, sagt Kley.

Laut Vier Pfoten würden weltweit jedes Jahr rund 100 Millionen Nerze, Füchse und Marderhunde für die Modebranche ihr Leben lassen.

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