Senioren erkämpften Tempo-30-Zone in Döbling

Zwei Jahre lang wurde auf eine Temporeduktion in der Hartäckerstraße gehofft.
Bezirksvorsteher Daniel Resch und Senioren stehen mit einem Temp-30-Schild und Daumen hoch auf der Straße.

Mehr als zwei Jahre haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner der Parkresidenz Döbling für eine 30er-Zone auf der Hartäckerstraße eingesetzt. Nun wird der Wunsch der Senioren tatsächlich Realität. 

Dabei stand das Ansinnen ursprünglich unter keinem guten Stern.  

„Die Wiener Linien haben sich hier lange quergestellt“, erzählt das Ehepaar Kiendl. Es seien nämlich Zeitverluste für die Buslinie 40A befürchtet worden. Letztendlich setzte sich aber die Argumentation der Tempo-30-Befürworter durch: Da der Bus direkt vor dem Haus hält, sollte die Temporeduktion für den Fahrplan verkraftbar sein, für die Sicherheit der 350 Senioren – viele davon auf Gehbehelfe angewiesen – sei die Temporeduktion hingegen enorm wichtig.

„Ein Meilenstein für unsere Bewohner“, sagt Georg B. Gonano, Direktor der Parkresidenz Döbling. „Das Überqueren zum gegenüberliegenden Park ist somit deutlich sicherer geworden, natürlich auch für unsere rund 180 Mitarbeitenden.“ Auch Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP), der laut eigener Aussage die Initiative der Senioren von Anfang an unterstützt hat, zeigt sich über den „erreichten Schulterschluss mit der Stadt“ erfreut. 

Die Erleichterung bei den Betroffenen ist jedenfalls groß. „Ich habe mich seit zwei Jahren darum bemüht, dass in der Hartäckerstraße eine 30er-Zone eingeführt wird“, sagt Bewohnerin und Mitinitiatorin Ingrid Lamel. „Gut Ding braucht Weile, aber wir haben es endlich geschafft.“

Hoffen auf andere Routen

Neben der erhöhten Sicherheit hofft man in Döbling auch auf ein „Weniger an Verkehrsgeräuschen“, wie Helmut Schramm, Vorstand des Fonds der Wiener Kaufmannschaft und Betreiber der Anlage erklärt. „In der Regel haben Geschwindigkeitsbeschränkungen auch Lenkungseffekte. Wir erwarten, dass einige Autofahrer, die bislang und wortwörtlich auf die ‚Gerade‘ über die Hartäckerstraße gesetzt haben, künftig andere Routen wählen.“

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