Raub in Döbling: Seniorin von falschem Polizisten verletzt
Die Polizei nahm zwei Männer fest, die im Februar einen anderen beraubt haben sollen (Symbolbild).
Was als ein klassischer Betrugsfall begonnen hat, wurde am Montagnachmittag in Wien-Döbling zum Raub.
Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger rief ein Mann bei einer 91-jährigen Frau mit Wohnung in der Heiligenstädter Straße an und gab sich als Bankangestellter aus. Man habe auf ihrem Konto verdächtige Geldbewegungen festgestellt und bitte sie daher, ihr Geld abzuheben und zu sichern. Sie ging in ihre Bankfiliale und hob tatsächlich einen niedrigen fünfstelligen Betrag ab.
Ganoven hatten es auf Golddukaten abgesehen
Es folgte ein zweiter Anruf der Täter - wiederum vorgeblich ein Bankangestellter - bei der betagten Frau: Ein Polizist werde zu ihr kommen und das Geld sowie weitere Wertgegenstände wie Schmuck und Dukaten sichern. Wenig später klopfte ein Mann bei ihr an, gab sich als Exekutivbeamter aus und verschaffte sich so Zutritt zu ihrer Wohnung.
Was folgte, ist relativ ungewöhnlich für solche Verbrechen, denn bisher liefen diese in der Regel gewaltfrei ab: Der Unbekannte stieß die Frau nieder und entwendete Bargeld, Golddukaten sowie eine Goldkette.
Opfer klagt über Erinnerungslücken
Mit einer Kopfverletzung wurde die 91-Jährige in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand glücklicherweise nicht, die Seniorin klagte aber über Erinnerungslücken. Die Einvernahme verlief daher wenig ergiebig. Das Landeskriminalamt übernahm die Ermittlungen.
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