Chronik | Wien
02.02.2018

Tausende kamen zum Lichtermeer für Ute Bock auf den Heldenplatz

Der Bundespräsident gedachte gemeinsam mit den Teilnehmern der verstorbenen Flüchtlingshelferin.

Ab 17 Uhr sollte sich der Heldenplatz in Wien am Freitag, in ein Lichtermeer verwandeln, um Ute Bock zu gedenken. Die in ganz Österreich bekannte Flüchtlingshelferin starb Mitte Jänner im 76. Lebensjahr. Mehrere gemeinnützige Organisationen, allen voran das von Ute Bock selbst gegründete Flüchtlingsprojekt, organisierten ihr zu Ehren die Veranstaltung.

Rund 7000 Menschen folgten dem Aufruf und kamen zur Hofburg. Zu Behinderungen des Verkehrs am Ring, kam es nicht.

Unter die Teilnehmer mischten sich auch viele bekannte Gesichter aus Politik, Kunst und Wirtschaft. Durch das Programm führte etwa der Unternehmer Hans Peter Haselsteiner, der der Organisation stets finanziell unter die Arme gegriffen hat. "Ute Bock hätte eine Freude, wenn sie uns heute sehen könnte", begrüßte er die Teilnehmer.

"Du warst unser Licht"

Dann bedankte sich ein ehemaliger Schützling bei der Verstorbenen: "Du warst für uns Flüchtlinge ein Licht. Wenn wir hungrig sind, hast du uns zu essen gegeben. Wenn mehr handeln würden wie du, wäre alles leichter."

Danach ergriff der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer das Wort: "Wenn jemand, den wir gerne haben, diese Welt verlässt ist es traurig. Wenn es eine Persönlichkeit wie Ute Bock ist, dann ist es besonders traurig. Aber solange ihr Werk weiterlebt, ist sie nicht wirklich gestorben." Auch Fischers Nachfolger Alexander Van der Bellen war beim Lichtermeer dabei. Die Bewohner ihrer Unterkunft setzten ihr ein musikalisches Denkmal und zeigten eine Trommel-Performance. Aus der Riege der bekannten österreichischen Künstler war Rainhard Fendrich samt Gitarre zum Heldenplatz gekommen. Er wollte zum Abschluss der Gedenkfeier gemeinsam mit einem Chor auftreten.