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Chronik Wien
02/18/2021

Suspendierte Pensionistenhaus-Leiterin: Bericht dürfte da sein

Gabriele Graumann wurde wegen einer Anzeige freigestellt. Der Vorstand der Pensionisten-Wohnhäuser hält heute eine Sondersitzung ab.

von Stefanie Rachbauer

Der heutige Donnerstag könnte Klarheit darüber bringen, was an den Vorwürfen gegen die suspendierte Geschäftsführerin des Kuratoriums der Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP), Gabriele Graumann, dran ist.

Gegen Mittag hat KWP-Präsident und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) den KWP-Vorstand ins Rathaus geladen. Das geht aus einem Schreiben hervor, das dem KURIER vorliegt. 

Dem Vernehmen nach soll dabei das Ergebnis jener „umfassenden Untersuchung“ vorgelegt werden, die Hacker im Herbst zur Causa angekündigt hatte.

Sein Büro wollte das auf Anfrage nicht bestätigen. Der Termine finde statt. Worum es dabei gehe, wolle man nicht sagen, hieß es. 

Anzeige durch Stadtrechnungshof

Graumann war im September vom Dienst freigestellt worden (der KURIER berichtete).

Der Grund dafür war eine Sachverhaltsdarstellung, die der Stadtrechnungshof nach einer Gebarungsprüfung im Jänner 2020 bei der Staatsanwaltschaft eingebracht hatte – gegen „unbekannte Täter“ und wegen des Verdachts der Untreue.

Das Nachrichtenmagazin Profil hatte damals über die angeblichen Unregelmäßigkeiten beim städtischen Seniorenbetreuungsanbieter und die damit zusammenhängende Anzeige des Stadt-RH berichtet.

Laut dem Bericht wurden nach Ansicht des Stadtrechnungshofes beispielsweise mit der Ausschreibung einer „Rahmenvereinbarung“ im Jahr 2018 möglicherweise strafbare Handlungen gesetzt, Aufträge könnten vergaberechtswidrig erteilt worden sein.

Weitere Konsequenzen

Graumann selbst wies alle Vorwürfe zurück: „Ich habe immer korrekt gehandelt und keinen Anlass zu einer Abberufung gegeben.“

Seitens der Staatsanwaltschaft hieß es, es werde derzeit eine „sehr umfangreiche Stellungnahme“ des KWP geprüft, erst danach könne entschieden werden, ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.

Graumanns bisheriger Stellvertreter, Simon Bluma, übernahm jedenfalls im Herbst ihre Agenden als Geschäftsführerin.

Und Hacker beauftragte eine ausführliche Untersuchung der „erhobenen Vorwürfe gegenüber Mitarbeitern des KWP.“ Über etwaige weitere dienstrechtliche Schritte werde nach Vorliegen dieser Berichte sowie der Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft entschieden, hieß es.

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