Walter Ecker (li.) ist zum 30. Mal auf der Insel

© KURIER/Gilbert Novy

Donauinselfest
06/25/2016

Süß-sonniges Donauinsel-Leben

Bei 33 Grad versorgten Insel-Urgesteine und Neo-Standler die schwitzenden Besucher.

von Julia Schrenk, Anna-Maria Bauer, Gilbert Novy

Walter Ecker ist ein "Siaßer", deshalb heißt der Stand, den er jedes beim Wiener Donauinselfest betreibt, auch "Zum süassen Walter". Der Walter verkauft dort Punschkrapfen und Schaumbecher, Zuckerwatte und gebrannte Mandeln. Walter Ecker feiert heuer sein persönliches Donausinselfest-Jubiläum, er ist mit seinem Mehlspeis-Stand zum 30. Mal dabei.

Früher, erzählt Ecker (den man übrigens duzen muss, schließlich herrscht in diesen Tagen das Donauinsel-Du vor) sei er mit seinem Stand immer bei der Festbühne gestanden. "Aber jetzt, bei Ö3, halt ich’s nimma aus", erzählt er. "Jetzt bin i durt, wo i hingehör. Bei der Schlager- und Oldies-Bühne." Ecker ist mittlerweile 69 Jahre alt. Spaß macht es ihm auf dem Donauinselfest noch immer, aber: "Früher war’s ein Familienfest, jetzt ist es ein harter Job."

Harte Hitze

Hart zu ertragen war am zweiten Tag des Donauinselfests die Hitze – zumindest für manche Besucher. Bei 33 Grad fanden sich während des Auftritts von PBH Club Samstagnachmittag daher noch nicht allzu viele Fans vor der Festbühne ein. Für den späten Abend und die Nacht waren heftige Unwetter und Windböen mit bis zu 100 km/h angekündigt.

dif2016…

Donauinselfest, Russkaja, Georgij Makazaria…

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Donauinselfest, Standler, Gastronomie…

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Stärken konnten sich Besucher auf der Festwiese erstmals auch mit Würsteln von einem Foodtruck – ein Gastrokonzept, das mittlerweile bei keinem Festival mehr fehlen darf. In einem restaurierten ’64er-Airstream-Wohnwagen aus den USA versorgt Dubi Nikolic von der Firma Radatz Inselbesucher unter anderem mit der "originalen Käsekrainer". Was die ausmacht? "Die ist gstupft." Das heißt, sie wird mit einer dreizinkigen Gabel eingestochen, damit der Käse herausrinnen kann. Warum man sich entschlossen hat, auf der Insel zu arbeiten? "Weil’s nix Größeres und Besseres in Wien gibt." Am Freitag konnten sie 1000 Portionen verkaufen.

"Selfiesch"

Auch der Neo-Insel-Standler Bernd Grubmann war mit dem Freitagsgeschäft sehr zufrieden. Im Pop-up-Kreativzelt schräg hinter der Festbühne verkauft er T-Shirts, Jutebeutel oder Postkarten auf denen er Wortwitze wie "Freedatensuppe", "Weltfritten" oder "Selfiesch" selbst illustriert hat. Als Jugendlicher war er oft als Gast am Fest, in den vergangenen Jahren ist es sich nicht ausgegangen.

Wenn um 21 Uhr das Zelt zusperrt, will er noch zur FM4-Bühne schauen. Für kurz nach neun war dort die deutsche Indie-Rockband Madsen angekündigt. Darauf würde die amerikanische Alternative-Rockband Nada Surf folgen. Auf der Festbühne heizten nach Russkaja die Niederösterreicher "Seiler & Speer" dem Publikum ein. Den musikalischen Abschluss des zweiten Tages bildete der Rockmusiker Bob Geldof.

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