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Stephansplatz: Mozarts sind weg, Rikschas nehmen Platz ein

Erst seit Juli gilt das Verbot für die Mozartverkäufer an manchen Plätzen in der Innenstadt. Am Stephansplatz haben nun aber schon Fahrradtaxis ihren Platz übernommen. Die Stadt sucht Lösungen.
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Die Mozartverkäufer wurden vom Stephansplatz verbannt, es bilden sich keine Menschentrauben mehr und der Platz ist frei. So dürfte sich das die Stadt zumindest vorgestellt haben, als präsentiert wurde, dass Mozartverkäufer nicht mehr auf allen Plätzen in der Inneren Stadt stehen dürfen – unter anderem am Stephansplatz. Der KURIER hat berichtet. Dieser Vorstellung ist die Realität aber nicht gerecht geworden: Die Mozartverkäufer haben den Stephansplatz zwar geräumt, ihre frei gewordene Stelle wurde aber sofort wieder besetzt. Von Rikschas und Fahrradtaxis.

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Halten und Parken in der Fußgängerzone ist derzeit erlaubt.

Großer Handlungsbedarf

Zahlreich stehen die Gefährte am Stephansplatz. Zum Ärger von vielen: „Zahlreiche Beschwerden von Bewohnerinnen und Bewohnern zeigen, dass der Handlungsbedarf groß ist“, heißt es aus der Bezirksvorstehung Innere Stadt auf KURIER-Nachfrage.

Derzeit erlaubt es die Straßenverkehrsordnung, dass Fahrräder in Fußgängerzonen Halten und Parken, sofern Fußgänger und der übrige Verkehr dadurch nicht behindert werden. In der Praxis beobachte der Bezirk aber – und das decke sich mit Zuschriften von Bewohnern, heißt es – dass diese Regelung von „gewerblich genutzten Rikschas ausgenutzt wird“.

Vor allem rund um den Stephansplatz habe die Zahl der Rikschas deutlich zugenommen. Dazu kommt, dass diese zum Teil die geltenden Bestimmungen in der Fußgängerzone nicht einhalten würden, heißt es von der Bezirksvorstehung. So werde etwa die Fußgängerzone befahren, obwohl das laut derzeitiger Regelung nicht erlaubt sei. Abgestellte Rikschas würden aber auch immer wieder den Verkehr behindern.

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Die Polizei nehme das Problem auch wahr, teilt ein Pressesprecher mit. Allerdings sei die rechtliche Handhabe in diesem Fall recht gering: „Gestraft werden darf nur dann, wenn die Rikschas den Verkehr wirklich behindern.“ Sprich: Die Rikschas dürfen nicht nur stören, sondern müssen zum Beispiel einen Kinderwagen am Vorbeifahren behindern. Auf einem großen Platz wie dem Stephansplatz sei das aber schwierig zu argumentieren, so der Pressesprecher.

Viele offene Fragen

Aus der Bezirksvorstehung werden jedenfalls verstärkte Kontrollen gefordert. „Bereits im September 2025 wurde in der Bezirksvertretung ein Antrag an die Stadt gestellt, diese Thematik eingehender zu prüfen“, heißt es. Nicht nur aufgrund der zunehmenden Zahl an Rikschas, sondern auch aufgrund „möglicher Unsicherheiten“ hinsichtlich der Eignung und Ausbildung der Fahrer, des Versicherungsschutzes der Passagiere sowie der Haftungsfragen im Falle von Unfällen und der fehlenden Kennzeichnungspflicht der Rikschas. Zusammengefasst: Es gibt viele offene Fragen.

Im Büro von Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ), die auch das Verbot der Mozartverkäufer vorangetrieben hat, ist man sich der Problematik bewusst. „Mir sind diese Fahrzeuge echt ein Dorn im Auge und wir arbeiten an Lösungen für Neuregelungen“, heißt es von Sima in einer schriftlichen Stellungnahme. „Wir haben nach langer Mühe endlich ein Verbot für die Mozartverkäufer geschafft und nun verstellen diese großen Fahrradtaxis den Stephansplatz, wo es aufgrund der großen Touristenströme und des U-Bahn-Ausgangs ohnehin sehr beengt ist, das ist wirklich inakzeptabel.“ Bis ein freier Stephansplatz zur Realität wird, wird es also wohl noch dauern. Die Vorstellung aber existiert schon einmal.

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