Chronik | Wien
18.10.2017

Stadtauto statt ZipCar: Neues Carsharing-Angebot ab November

Firma "Greenmove" übernimmt 60 Standorte. Vollbetrieb ist für März 2018 geplant.

Anfang August dieses Jahres hat sich der Carsharing-Anbieter ZipCar aus Wien zurückgezogen. Seit 2012 war die international agierende Firma in der Bundeshauptstadt tätig – von Wien aus wollte man die Expansion nach ganz Europa vorantreiben. Doch das ist nicht gelungen. Jetzt übernimmt die Firma "Greenmove" die insgesamt 60 ZipCar-Standorte in ganz Wien.

Deren Carsharing-Konzept heißt " Stadtauto". Im Gegensatz zu Car2Go und DriveNow, den anderen beiden Carsharing-Anbietern in Wien, werden zu Beginn Hybridautos zum Einsatz kommen. Mittelfristig will man dann auf elektrisch betriebene Fahrzeuge umsteigen. Dazu sollen an den 60 Standorten auch Ladestellen installiert werden.

Wer diese Ladestellen errichten wird, steht derzeit noch nicht fest. An den Standorten, "wo es passt", könne man sich aber auch eine Kooperation mit Wien Energie vorstellen, sagt Martin Mai, der Geschäftsführer von Greenmove.

" Carsharing ist für viele Wiener, die in der Stadt auf ein eigenes Fahrzeug verzichten möchten, eine Alternative", sagt Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne). Deshalb freue es sie "besonders, dass Wien mit Greenmove einen Anbieter bekommt, der die Umstellung auf Elektromobilität zum erklärten Ziel hat." Im ersten Jahr wird Greenmove die Pacht für die Parkplätze erlassen.

Ab 6. November sollen die ersten 15 Autos zum Fahren bereitstehen. Spätestens im März soll " Stadtauto" mit insgesamt 65 Fahrzeugen in Vollbetrieb gehen.

49 Euro pro Jahr

Zu Beginn wird es einen „Schnuppertarif“ geben. Für alle, die die Stadtautos stundenweise (30 Minuten kosten 6 Euro, Sprit ist inkludiert) nutzen wollen, kommt ein Jahrestarif von 49 Euro dazu. Für Familien und Business-Nutzer soll es eigene Preismodelle geben. Jahreskarten-Besitzer sollen zudem Vergünstigungen erhalten. Ab 23. Oktober können sich Nutzer registrieren.

„Greenmove“ will die „Stadtautos“ auch in anderen Städten Österreichs umsetzen. Derzeit laufen Gespräche mit Salzburg, Villach und St. Pölten.