Bürgermeister Michael Häupl will Wien zur Stadt des Wissens machen.

© /SPÖ Wien/Ian Ehm

Analyse
01/08/2015

SPÖ eröffnet Wahlkampf mit dem Thema Arbeit

Die Roten besinnen sich mit ihrer neuen Kampagne "Wissen schafft Arbeit" auf ihre Kernkompetenzen.

von Elias Natmessnig

Die jüngsten Arbeitsmarktdaten können SPÖ-Bürgermeister Michael Häupl nicht gefallen haben. 127.601 Menschen waren in Wien Ende Dezember arbeitslos, eine Steigerung von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. "Das Wirtschaftswachstum hängt eng damit zusammen, dass wir den Arbeitsmarkt in Ordnung bringen", sagte Häupl vor wenigen Tagen im KURIER.

Die SPÖ besinnt sich daher knapp vor der Wahl wieder auf ihre Kernkompetenzen. Unter dem Motto "Wissen schafft Arbeit", werden die Sozialdemokraten das Thema Arbeit in Hinblick auf die Wahl forcieren. Geplant sind 2000 Plakate an Straßenbahnstationen; auch in den Schaukästen der SPÖ-Lokale wird das neue Sujet hängen. Darauf wird Häupl im Labor mit jungen Wissenschaftlern gezeigt.

Rauchende Köpfe

"Nach einer Zeit der rauchenden Schlote, müssen wir nun eine Stadt der rauchenden Köpfe werden", sagt SPÖ-Landesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler, der die Kampagne entwickelte. Man wolle darstellen, wie viel die SPÖ bereits in diesem Bereich geleistet habe – aber auch, wie die künftige Strategie aussieht.

"Klar ist: Wir müssen mehr Arbeitsplätze für die Wiener schaffen", sagt Niedermühlbichler. Das gelte nicht nur für den Forschungsbereich. Es sollen auch Jobs geschaffen werden, die über die wissenschaftliche Arbeit hinausgehen: "Das geht vom Lagerverwalter über das Sekretariat bis hin zur Putzkraft", sagt Niedermühlbichler. Ziel ist es weiters, jene Menschen, die in Wien ausgebildet werden, auch nachher in der Stadt zu halten. In räumlicher Nähe der Universitäten soll daher Raum für Start-up-Unternehmen geschaffen werden.

Diskussionen

Neben der Plakatkampagne will die Wiener SPÖ auch Diskussionsveranstaltungen zum Thema initiieren. "Wir wollen dabei auch Betriebe mit Vorreiterrollen präsentieren", sagt Niedermühlbichler. Dabei wird nicht nur der Bürgermeister gefordert sein: "Unsere Stadträte werden in den kommenden Wochen ebenfalls Projekte in ihren jeweiligen Bereichen präsentieren", kündigt Niedermühlbichler an.

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