Chronik | Wien
05.12.2011

Sperrstund is´ später

Ab Dienstag darf bis 6 Uhr in der Früh getanzt und gefeiert werden - die neue Wiener Sperrstundenregelung tritt in Kraft.

Das lange Warten hat ein Ende. Ab heute, Dienstag, tritt die neue Wiener Sperrstundenregelung in Kraft. Diskotheken und Clubbing-Lounges dürfen künftig bis 6 Uhr in der Früh geöffnet bleiben. Bis jetzt mussten die Lokale - sofern sie über keine Ausnahmeregelung verfügten - um 4 Uhr Früh ihre Pforten schließen.

Nun gilt es nur noch eine letzte Hürde zu nehmen: Denn Chefs von Lokalen wie Flex und Co. brauchen für die Sperrstunde Neu eine entsprechende Betriebsanlagengenehmigung. Die Dauer eines solchen Prüfungsverfahrens ist laut Wolfgang Magesacher von der MA 63 von vielen Faktoren abhängig. Es werde überprüft, ob Lärm, Geruch, Staub oder Erschütterungen für die Umgebung zumutbar sind.

"Das Flex wird aber sicher eines der ersten Wiener Lokale sein, die bis 6 Uhr offen haben werden", gibt sich Club-Geschäftsführer Thomas Eller zuversichtlich. Das Lokal am Donaukanal kämpft schon lange für längere Öffnungszeiten.

Prognose

Die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger (SPÖ) schätzt, dass es am Ende des Tages etwas mehr als 50 Lokale sein werden, die die neue Sperrstundenregelung umsetzen werden. Genau so viele also, wie auch bis jetzt um eine Ausnahmeregelung angesucht hatten. "Betreiber, die sich dafür interessieren, müssen aber trotzdem eine Betriebsanlagen-Genehmigung beantragen", sagt die Stadträtin. Dadurch würde geprüft, ob weitere Maßnahmen nötig sind. Liegt der Bescheid dann vor, heißt es für Gäste von Flex, U4 und Co. erst um 6 Uhr: " Sperrstund' is."