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Ehrung für SPÖ-Politikerin Leodolter: ÖVP will Tafel am Sophienspital-Areal

Ingrid Leodolter war die erste Bundesministerin für Gesundheit und Umweltschutz. ÖVP will Gedenktafel für die Politikerin.
Kunst Wien Bezirke Neubau

Die ÖVP Neubau will das Andenken an die frühere Gesundheitsministerin und Ärztin Ingrid Leodolter dauerhaft sichtbar machen. In einem Antrag für die Bezirksvertretungssitzung am 25. Juni fordert die Partei die Anbringung einer Gedenktafel am Gemeindebau in der Apollogasse 19 auf dem Gelände des ehemaligen Sophienspitals. „Die SPÖ hat vergessen, ihre erste Ministerin für Gesundheit und Umwelt zu ehren“, sagt Christina Schlosser, ÖVP-Bezirksparteiobfrau und Klubobfrau.

Leodolter war eng mit dem traditionsreichen Krankenhaus in Neubau verbunden. Bereits im Jahr 1944 begann sie dort ihre medizinische Laufbahn, von 1962 bis 1971 leitete sie das Sophienspital. Im selben Jahr wurde sie unter Bundeskanzler Bruno Kreisky als erste Frau Bundesministerin für Gesundheit und Umweltschutz.

Medizinische Reformen

In ihrer Amtszeit setzte sie mehrere prägende Reformen um. Dazu zählen die Einführung des Mutter-Kind-Passes, die Stärkung präventiver Gesundheitsmaßnahmen und Maßnahmen zur Krebsfrüherkennung. Neubaus ÖVP-Chefin Schlosser verweist auf ihren maßgeblichen Beitrag zu einer modernen und für alle zugänglichen Gesundheitsversorgung.

Sophienspital Gedenktafel Leodolder

Der Gemeindebau liegt in der Apollogasse 19 in Neubau. Das hier beheimatete Sophienspital wurde im Jahr 2017 geschlossen.

Obwohl das Sophienspital nicht mehr besteht, sei seine historische Bedeutung laut ÖVP weiterhin groß. Das Areal sei mittlerweile auch gut belebt und werde mit viel Engagement und durch Feste im Grätzel positiv entwickelt, sagt Schlosser. Eine Gedenktafel am heutigen Gemeindebau soll nun an Leodolters Wirken erinnern. Bis zum Jahr 2016 trug eine Betreuungseinrichtung für ältere Menschen an diesem Standort ihren Namen.

Frauenpolitik

Es ist nicht der erste Vorstoß der Neubauer ÖVP, der sich den Frauen im Bezirk widmet. So hat Schlosser erst im März ein Frauenmuseum für Wien (es wäre das Erste seiner Art) gefordert, das in Neubau beheimatet sein solle. Der Antrag wurde damals von den Parteien im Bezirk einstimmig angenommen. Das Konzept liegt nun bei der zuständigen Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ). 

Ein derartiges Museum wäre „ein starkes kulturpolitisches Signal für Gleichstellung, Sichtbarkeit und Anerkennung der Leistungen von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart“, meinte Schlosser damals.

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