Chronik | Wien
25.05.2017

Neue Wege zum Sommernachtskonzert

Sommernachtskonzert in Schönbrunn: Bühne vor Schloss Schönbrunn, Zugang über Seitentore.

Bis zu 100.000 Besucher werden heute beim Sommernachtskonzert vor dem Schloss Schönbrunn erwartet. Doch nicht nur erstklassige Musik, auch einige Neuerungen erwarten die Besucher: Da sich die Bühne in diesem Jahr direkt vor dem Schloss befindet, gibt es neue Zugangswege. Zudem wird heuer besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Besucher gelegt.

Das Motto des Konzerts lautet "Märchen und Mythen". Zu hören gibt es Stücke von Antonin Dvorak, Peter Iljitsch Tschaikowsky oder Igor Strawinsky – aber auch populäre Filmmusik aus Harry Potter. Am Pult der Philharmoniker steht in diesem Jahr Christoph Eschenbach, als Solistin konnte Renée Fleming gewonnen werden.

Die Bühne wurde in diesem Jahr nicht beim Neptunbrunnen aufgebaut, sondern vor dem Schloss. Franz Sattlecker, Geschäftsführer der Schloß Schönbrunn Kultur- und Betriebsges.m.b.H., erklärt: "Früher war es schwierig, Echos zu verhindern. Nun wird die Akustik besser sein. Außerdem sieht man so das Schloss besser." Durch die neue Ausrichtung der Bühne ist der Zugang zum Schlosspark heuer nur über das Meidlinger oder das Hietzinger Tor möglich.

Die U4 fährt direkt nach Schönbrunn, da diese aber überfüllt sein kann, empfehlen die Wiener Linien auch andere Verbindungen: Der Bus 10A (Haltestelle Schönbrunn) hält beispielsweise beim Meidlinger Tor, die Straßenbahnlinien 10 und 58 (Haltstelle Hietzing) in der Nähe des Hietzinger Tors.

Sicherheit

Ein zentrales Thema ist freilich die Sicherheit: Laut Polizei sei eine "höhere dreistellige Zahl an Beamten" im Einsatz. "Polizisten in Zivil, aber auch Polizisten mit Schutzweste und Sturmgewehr werden im Einsatz sein", erklärt Polizeisprecherin Irina Steirer. Besucher und auch deren Taschen werden kontrolliert. Da dies Zeit kosten könne, solle man jedenfalls zeitgerecht anreisen. "Und beobachtet man, dass sich jemand eigenartig verhält, oder bemerkt man ein herrenloses Gepäckstück, sollte man die Polizei verständigen", betont Steirer.

Geschäftsführer Sattlecker fügt hinzu: "Wir ersuchen die Besucher, nach Möglichkeit keine großen Rucksäcke oder Taschen mitzunehmen. Und natürlich sollte man die Anordnungen der Securitys und der Polizei befolgen."