Der Kleinbus fuhr über eine Leitplanke, prallte gegen eine Säule

© Berufsrettung Wien

Chronik Wien
08/08/2021

Sieben Verletzte, weil Fahrer am Lenkrad einschlief

Eine tschechische Familie war auf der Rückreise aus dem Urlaub.

Sekundenschlaf kann tödlich sein. Und laut ÖAMTC geschehen etwa 15 bis 20 Prozent der Unfälle allein durch Übermüdung. Auch am Sonntagmorgen kam es zu einem verheerenden Unfall – weil der Lenker wohl übermüdet war.

Es war 6.30 Uhr in der Früh: Ein weißer Kleinbus der Marke Ford überfuhr plötzlich die Spitze einer Leitplanke. Das Auto fuhr weiter auf einen Grünstreifen und prallte gegen eine Betonsäule. Dort kam das Auto schließlich zum Stehen. Der Unfall ereignete sich auf der S2, der Nordrand Schnellstraße, auf Höhe der Abfahrt Rautenweg. „Der 43-jährige Lenker selbst war nicht verletzt und er gab selbst an, dass er am Steuer eingeschlafen sei“, sagte Andreas Huber von der Berufsrettung. Im Auto befanden sich hauptsächlich Familienmitglieder. Ursprünglich kommt die Familie aus Tschechien. Sie war auf der Heimreise aus Italien und wohl schon etwas länger unterwegs.

Mehrere Teams der Rettung

Mehrere Teams der Rettung waren vor Ort im Einsatz. Eine 21 Jahre alte Frau wurde mit Verdacht auf Wirbelsäulenverletzungen zunächst notfallmedizinisch versorgt, stabilisiert und dann mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen. Ein 14-jähriger Jugendlicher erlitt schwere Verletzungen im Kopfbereich. Fünf weitere Insassen – eine 44 Jahre alte Frau und drei Mädchen (acht, elf und 14 Jahre alt) sowie ein 21-jähriger Mann – erlitten beim Unfall leichte Verletzungen und wurden durch Teams der Berufsrettung sowie des Arbeiter-Samariterbundes versorgt und in ein Krankenhaus gebracht.

Gegen Sekundenschlaf

Auf Österreichs Straßen ereigneten sich im Vorjahr 268 Unfälle mit Personenschaden aufgrund der Unfallursache Ermüdung. Sieben Personen starben.

Der ÖAMTC rät bei Müdigkeit:

  • Powernaps:20- 30-minütige Pausen auf Raststationen helfen Energie zu tanken.
  • Kaffee und Energydrinks: Sie putschen nur kurzfristig auf, verbessern aber die Reaktionszeit nicht.
  • Einschlafwarner: Das sind interne oder externe Systeme, die meist über eine Kamera die Müdigkeit des Lenkers erkennen. Mittels Impulsen von Vibration, Ton oder Licht machen sie den Fahrer auf den drohenden Sekundenschlaf aufmerksam.
  • Genügend Zeit einplanen: Nur ausgeschlafen fahren und alle 200 Kilometer Pausen einlegen.
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