Ab 1. Jänner arbeiten Spitalsärzte nur noch 48 Stunden. Die Gehaltsstreits sollten bis dahin gelöst sein

© APA/HELMUT FOHRINGER

Chronik Wien

Runder Tisch zur Förderung innovativer Gesundheits-Startups

Der Austauch zwischen etablierten Gesundheitsunternehmen und innovativen Startups wird vorangetrieben.

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01/24/2019, 02:59 PM

In Wien sind etwa 500 Unternehmen des Gesundheitswesens angesiedelt, die jährlich einen Umsatz von etwa 12 Milliarden Euro erwirtschaften. Der Gesundheitssektor wird von einer wachsenden Startup-Szene geprägt. Laut dem Austrian Startup Monitor 2018 ist der Gesundheitssektor nach der IT-Branche der meist anvisierte Bereich in der österreichischen Gründerszene. Zehn Prozent aller Unternehmensgründungen im Jahr 2018 waren im Gesundheitswesen angesiedelt.

Runder Tisch zur Sicherung der Innovationen

Auf institutioneller Seite reagiert man auf diese Entwicklungen. Die Wirtschaftskammer Wien, die Industriellenvereinigung, die Wiener Stadtregierung und auch der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger treffen sich nun regelmäßig zu einem „Runden Tisch“. „Dabei werden wir einerseits den Austausch und die Vernetzung der öffentlichen Hand, der Wirtschaft und der Industrie in diesem Bereich fördern. Auf der anderen Seite soll so auch eine Plattform geboten werden, auf der ein Knowhow-Transfer zwischen etablierten Unternehmen und Startups stattfinden kann“, kündigt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien an.

„Die Zeiten, in denen Innovation und Forschung nur im eigenen Konzern und hinter verschlossenen Türen stattfinden, ist vorbei. Wir müssen große Unternehmen dazu motivieren, diesen Weg zu gehen und mit Startups zu kooperieren“, sagt Johannes Höhrhan, Geschäftsführer der Industriellenvereinigung.

Wiener Startups agieren weltweit

Eines dieser Startups ist ImageBiopsy Lab. In diesem Unternehmen wurde eine Software entwickelt, die Röntgenbilder analysiert und den behandelnden Radiologen einen ersten Diagnosevorschlag liefert. Die Software soll Ärzte nicht ersetzen, sondern ihnen assistieren. Der Vorteil läge in einer Objektivierung der Diagnose: „In die Software fließen zahlreiche bereits gestellte Diagnosen unterschiedlicher Ärzte ein. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz kommt eine weit objektiviere Diagnose zustande, als sie ein einziger Arzt bieten kann. Denn die künstliche Intelligenz greift auf den Erfahrungsschatz zahlreicher Ärzte zurück“, erklärt Christoph Götz von ImageBiopsy Lab.

Eingesetzt wird die Software bereits in Ordinationen in Baden, Krems, Horn, Zwettl, Wörgl und Wien. Jedoch nicht nur in Österreich gab es Software-Installationen. Auch in München oder gar in Indianapolis in den USA kommt die KI-basierte Software zum Einsatz.

von Theresa Bittermann

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