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Verzweifelte Anrainer: 400.000 Euro für den Kampf gegen Raser

Um die leidgeplagten Anrainer in der Filmteichstraße zu entlasten, wurden zusätzliche Maßnahmen gegen die Roadrunner erarbeitet.
Filmteichstraße, Roadrunner, Raser, Favoriten, Wien

Der Kampf gegen die Raser in der Filmteichstraße währt nun schon mehrere Jahre. Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt, gelöst scheint das Problem in Favoriten aber noch nicht zu sein. Die Anrainer werden nach wie vor nachts aus dem Schlaf gerissen, auf den Parkplätzen treffen sich die Autoliebhaber zum lautstarken Austausch, zurück bleibt vor allem viel Müll.

Der Bezirk rief deshalb eine Arbeitsgruppe ins Leben, um der Thematik endgültig Herr zu werden. Das neue Verkehrskonzept, das von allen Parteien im Bezirksparlament einstimmig beschlossen wurde, sieht nun zusätzliche bauliche Maßnahmen und eine Ausweitung des nächtlichen Halte- und Parkverbots vor. 

Straße wird eingeengt

Vor allem mit Bodenschwellen will man die Roadrunner in der Filmteichstraße künftig einbremsen. Fünf „Querschwellen“ werden auf der nördlichen Straße (Richtung Siedlung) errichtet, sowie in der Burgenlandgasse und am Westparkplatz. Um die Fahrbahn merklich einzuengen, werden auch an der Straße Richtung Kurpark Längsschwellen angebracht. So soll verhindert werden, dass Fahrzeuge nebeneinanderfahren können - ein direktes Rennen ist somit nicht mehr möglich.

„Für eine schnelle Umsetzung werden alle Schwellen vorerst temporär ausgeführt. Diese 'Testphase' soll sicherstellen, dass die Schwellen im Sinne einer effektiven Umsetzung richtig platziert sind und gut wirken“, heißt es vonseiten des Bezirks. Zudem wolle man dadurch Mehrkosten bei einer Nachbesserung vermeiden. Wenn sich die Schwellen bewähren, werden sie fix angebracht. 

Filmteichstraße, Roadrunner, Raser, Favoriten, Wien

Anrainer klagen seit Jahren über den Lärm und Müll durch die Roadrunner.

Die Bodenschwellen konnten bisher nicht umgesetzt werden, da ein Bus auf der Straße fährt. Auch an dieser Stelle wird nachjustiert: Die Linienbusse werden künftig auf die südliche Seite (Richtung Kurpark) verlegt, genauso wie die Bus-Station. Diese wird in Fahrtrichtung Laaer-Berg-Straße auf der südlichen Seite auf Höhe des Parkeinganges umgesetzt.

Auch am Westparkplatz gilt Halte- und Parkverbot

Noch eine weitere Veränderung soll die Situation für die Anrainer verbessern: Das Halte- und Parkverbot zwischen 22 Uhr und 5 Uhr morgens wird auf den Westparkplatz bei der Filmteichstraße ausgeweitet. 

„Aus den bisherigen Erfahrungen hat sich gezeigt, dass das Halte- und Parkverbot auf der Filmteichstraße als ein adäquates Mittel zur Reduktion der Lärmbelastung der Anrainerinnen und Anrainer anzusehen ist“, betonte man im Büro des Bezirksvorstehers Marcus Franz (SPÖ). Die Ausweitung auf den Westparkplatz sei beschlossen worden, da sich die Problematik in den vergangenen Monaten teilweise dorthin verlagert habe.

Ruf nach mehr Polizei

Die Kosten für die neuen Maßnahmen werden von den Fachdienststellen auf 400.000 Euro geschätzt. Diese muss der Bezirk aus eigener Tasche bezahlen. „In einer gemeinsamen Anstrengung über alle Parteigrenzen hinweg und unter Beteiligung der Bevölkerung vor Ort, haben wir ein Maßnahmenpaket erarbeitet, das für die Bevölkerung
eine spürbare Erleichterung bringen soll“, erklärte Bezirksvorsteher Marcus Franz. 

Und betonte in dem Zusammenhang erneut, dass es auch eine „personelle Polizeipräsenz“ vor Ort brauche, um die Einhaltung der Gesetze auch sicherzustellen. „Sonst sind die gesetzten baulichen und gesetzlichen Maßnahmen nur bedingt wirksam“, sagte Franz.

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