In Windeseile packten die Männer den Schmuck in Säcke.

© KURIER/Michaela Reibenwein

Chronik Wien
10/02/2014

Räuber stürmten mit Brecheisen Juwelier-Geschäft

Täter-Trio räumte Vitrinen des Geschäftes im Hanssonzentrum leer und flüchtete.

von Michaela Reibenwein

Ein Kaffeehaus und eine Trafik auf der einen Seite. Eine Bankfiliale und ein Bekleidungsgeschäft direkt gegenüber. Doch als drei Räuber kurz nach 9 Uhr Früh in den Juwelierladen stürmten, bemerkte kein Passant etwas davon: Erst als die Polizei das Areal rundherum absperrte, war die Aufregung in der Peer-Albin-Hansson-Siedlung in Favoriten groß.

Drei völlig vermummte Männer stürmten mit einem Brecheisen in das Geschäft von Juwelier Robert Cerny. „Es war nur eine unserer Angestellten da. Ein Mann hat sie in Schach gehalten und unter der Kleidung so getan, als hätte er eine Waffe“, schildert der Juwelier. Gleichzeitig deutete er der Frau mit einem Fingerzeig, ruhig zu sein. Die beiden anderen Vermummten sprangen über den Ladentisch, rannten zu den Auslagen, und schlugen die Rückseiten der Vitrinen ein. „Sie haben die Auslagen abgeräumt und den Schmuck in Säcken verstaut.“

Flucht

Der erste Täter verließ das Geschäft, als die anderen noch am Werken waren. Er dürfte zu einem Fluchtwagen gelaufen sein. Die beiden anderen folgten zu Fuß. Eine Sofortfahndung der Polizei blieb vorerst erfolglos.

Wie hoch der angerichtete Schaden ist, muss erst eine Inventur klären. „Aber es werden etliche Tausend Euro sein“, befürchtet der Juwelier. Die Angestellte blieb unverletzt.

Die drei Täter dürften zwischen 20 und 30 Jahre alt sein. Sie trugen Kapuzensweater, ihre Gesichter hatten sie mit Sturmhauben unkenntlich gemacht. Sie sollen 1,70 bis 1,80 Meter groß sein.

Es ist nicht der erste Überfall auf das Geschäft. Schon im vergangenen Juli sah sich Cerny einem Räuber gegenüber. „Damals hab ich ihn vertrieben“, sagt er wütend.

Erst in der vergangenen Woche wurde ein Juwelier in Meidling überfallen – der Täter konnte allerdings einen Tag nach der Tat geschnappt werden. Anfang August wurden Juweliere in Neubau und Favoriten zum Ziel von Verbrechern. In der Mariahilfer Straße rückten die Täter mit einem Hammer an. In Favoriten fielen sogar zwei Schüsse aus Schreckschusspistolen.

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