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Ampeln, Pfeile und Co.: Grüne wollen grüne Welle für Radwege

Antrag im Gemeinderat soll den Radverkehr beschleunigen. Jüngste KURIER-Berichte waren der Anlass.
Grüne Radampel.

In der heutigen Gemeinderatssitzung unternehmen die Grünen den wiederholten Anlauf, den Radverkehr in der Stadt zu beschleunigen – und haben dabei die Ampelschaltungen im Visier. Anlass dafür sind die jüngsten KURIER-Berichte zum neuen Radweg in der Alserbachstraße im Neunten, wo Radler seither aufgrund ungünstiger Schaltungen teils doppelt so lange brauchen wie früher.

„Das ist nicht nur absurd, sondern politisch aufschlussreich: Wenn selbst bei neu errichteter Radinfrastruktur die Ampelsteuerung den Radverkehr systematisch ausbremst, dann liegt kein Einzelfehler vor, sondern ein strukturelles Problem“, heißt es in einem Antrag der Grün-Gemeinderäte Kilian Stark und Heidi Sequenz. Unter dem Titel „Benachteiligung aktiver Mobilität bei Wiens Ampelschaltungen beenden“ wird Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) aufgefordert, „Ampelschaltungen entlang wichtiger Radverbindungen in Wien systematisch zu überprüfen und Maßnahmen zur Gleichstellung und Beschleunigung der aktiven Mobilität umzusetzen“.

"Pilotfall Alserbachstraße"

So solle es unter anderem häufigere Grünphasen, Beschleunigungsmaßnahmen wie Radampeln, vorgezogene Grünphasen und Grünpfeile geben. „Die Alserbachstraße soll dabei prioritär als Pilotfall behandelt werden“, heißt es. Ob der Antrag eine Mehrheit findet, wird sich zeigen. Die rot-pinke Stadtregierung könnte freilich auch den Ball an die Grünen zurückspielen, die das Thema grüne Welle für Radler bereits 2011 unter „ihrer“ Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou aufs Tapet gebracht haben. Und es dann in den restlichen neun Jahren der rot-grünen Stadtregierung nicht entsprechend umsetzen konnten.

Weitere Themen im Gemeinderat sind am Dienstag unter anderem: die städtischen Kindergärten, Alkoholverbotszonen, Reduktion ärztlicher Überstunden in Spitälern und die Berichte des Stadtrechnungshofs.

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