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Jurist zwickte Frau in Hintern und zündete Schirm an

Prozess: 47-Jähriger mit Alkoholproblem erklärt vor Gericht: „Ich kann mich nicht benehmen.“
Groping Hand grabs woman's butt in public and harassing her

Der 47-Jährige ist eine gescheiterte Existenz. In der Slowakei hat er einst sein Jus-Studium abgeschlossen. Doch nun lebt er von der Invalidenpension in Wien, trinkt zu viel. Und hat selbst Ärger mit der Justiz.

Nicht zum ersten Mal übrigens. „Haben Sie Vorstrafen?“, fragt die Richterin am Dienstag im Landesgericht für Strafsachen. „Nein“, antwortet der Mann, der aus der U-Haft vorgeführt wird, nach einigem Zögern. Die Richterin erinnert ihn an eine Verurteilung wegen einer Drohung in seiner Heimat. „Ja, da war etwas“, erinnert er sich nun doch.

Doch um diese alte Geschichte geht es nicht. Es geht um sein Verhalten in Wien. Im vergangenen Mai zündete er im Rausch den Sonnenschirm eines Gastgartens an. Ein Bild davon zeigt ein beeindruckendes Feuer - und ihn davor. „Daran erinnere ich mich nicht mehr. Aber es wird so gewesen sein“, meint der Mann.

Dann beschädigte er die Werbetafel einer Baufirma. „Ja, da bin ich schuldig.“

Auf einem anderen Video ist er zu sehen, als er die Zugangstür eines (geschlossenen) Supermarktes aufzwängt, Lebensmittel im Wert von 312 Euro in ein Einkaufswagerl legt und in ein Sackerl für den Abtransport zurechtschlichtet - dann allerdings kommt die Polizei.

Und letztlich gab es dann noch einen Vorfall in einer Mc Donald's-Filiale. Dort zwickte er einer Frau, die vor ihm in der Schlange stand, in den Hintern. „Ja, es ist so. Ich darf das nicht machen. Aber ich bin seit 15 Jahren allein. Ich kann mich nicht benehmen“, erklärt er.

Beim Prozess drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Doch so weit kommt es nicht. Die Richterin verurteilt ihn zu 10 Monaten bedingt; rechtskräftig. Allerdings: „Wenn Sie noch einmal jemandem auf den Hintern greifen, landen Sie im Gefängnis“, ermahnt sie.

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