Die Aktivisten setzen sich für ein Verbot von Pelztierfarmen ein
Tierschutz
11/07/2014

Protestaktion vor Burberry-Store gegen Pelze

Britisches Modelabel bezieht Pelze aus finnischer Pelztierfarm. Freikauf von Füchsen abgelehnt

Hamburg, Berlin, London, Zürich und jetzt auch in Wien. Tierfreunde haben gemeinsam mit der Tierschutzorganisation Vier Pfoten am Mittwoch vor dem Burberry Store am Kohlmarkt in der Wiener Innenstadt protestiert. Das britische Modelabel bezieht für seine Kollektion Pelze aus finnischen Farmen. Aus einer solchen Farm stammt auch der kleine weiße Fuchs Kimi, Gesicht der Anti-Pelz-Kampagne von Vier Pfoten mit mittlerweile 60.000 Facebook-Fans, der wie zwei Millionen andere Füchse täglich mit seinem Tod rechnen muss: Hintergrund: Vor wenigen Tagen startete in Finnland die jährliche „Pelzernte“. Die Geschäftsführung von Burberry verweigerte laut Vier Pfoten ein Gespräch mit den Tierschützern.

„Wir geben nicht auf! Die Initiative gegen Pelzmode läuft weiter – auch wenn Burberry uns diese Woche wieder erklärt hat, nicht auf Pelz zu verzichten und auch Kimi nicht zu verschonen“, sagt Kampagnenmitarbeiterin Irina Fronescu. Bei der gestrigen Aktion in Wien wollte sie daher einen symbolischen Scheck über 40.000 Euro an die Burberry Geschäftsführung überreichen: „Tausende Menschen da draußen unterstützen uns. Gemeinsam haben sie 40.000 EUR gesammelt, die wir Burberry nach wie vor treuhänderisch zum Freikauf von Kimi und seinen Freunden anbieten.“ Leider ohne Erfolg: Die Geschäftsführerin ließ den Tierschützern über das Sicherheitspersonal ausrichten, dass sie zu keinem persönlichen Treffen bereit sei und die Annahme eines symbolischen Schecks und eines Banners mit Botschaften von Unterstützern verweigere.

Am Dienstag hatte Vier Pfoten Burberry im Londoner Headquarter 280.000 Proteste überreicht, die die Tierschützer im Zuge ihrer Social Media Kampagne bereits gesammelt hatten. Dabei hat das Unternehmen es ebenfalls dezidiert abgelehnt, Kimi und seine Leidensgenossen gegen die gesammelten 40.000 Euro einzutauschen. Die Organisation setzt sich seit vielen Jahren für ein gesetzliches Verbot der Pelztierhaltung und ein europaweites Handels- und Importverbot für Felle und Pelzprodukte ein.

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