Chronik | Wien 07.12.2011

Projekt: Dinieren in der Bim

© Bild: KURIER/Gerhard Deutsch

Eine Straßenbahn soll zum Restaurant umfunktioniert werden und dreimal täglich durch Wien fahren. Geplanter Start ist Mitte 2012.

Eine kulinarische Novität könnte schon bald durch Wien kurven: Private Betreiber wollen eine ausrangierte Straßenbahn-Garnitur der Wiener Linien in einen Speisewagen samt Mini-Küche, WC und Waschmöglichkeit umbauen lassen. Sollten sich genügend Investoren finden, könnte das "Vienna Tram Restaurant" schon Mitte 2012 starten.

"Wir benötigen eine Investition von etwa 1,3 Millionen Euro, um die Kosten für die Straßenbahn-Renovierung und die Betriebskosten des ersten Jahres zu decken", heißt es seitens des Projektmitbegründers Walter Prigl. Längerfristig sollen bis zu drei Speise-Bims im Wiener Schienennetz unterwegs sein.

80 Euro

Für das Essen sind pro Person 80 Euro plus Umsatzsteuer vorgesehen. Im Preis enthalten ist eine zweistündige Fahrt sowie ein Vier-Gänge-Menü und eine Flasche Wein. Das Essen soll von Caterern kommen und in der kleinen Bordküche schließlich fertig gekocht werden. Die Auswahl der Speisen muss von den Kunden bereits bei der Tischreservierung getroffen werden, "um Platz und Müll zu sparen".

Das Servierpersonal wird den bis zu 34 Gästen, die in der mit Stoßdämpfer ausgestatteten Straßenbahn auf Zweier- und Vierertischen Platz nehmen sollen, auch als Fremdenführer zur Verfügung stehen. Schließlich führen die geplanten Routen an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei - etwa entlang des Rings, am Schloss Schönbrunn, am Prater oder auch an der Heurigengegend.  

Das "Vienna Tram Restaurant", für dessen Außenseiten ein Branding in den Habsburger-Farben Schwarz und Gold geplant ist, soll dreimal täglich an 360 Tagen im Jahr durch die Bundeshauptstadt gondeln. Eine alte Zuggarnitur aus den 1960er Jahren wurde bereits für rund 10.000 Euro erworben.

Erstellt am 07.12.2011