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„Problemhaus“ in der Breite Gasse wird nun teilweise saniert

Das Haus mit der Nummer 15 steht seit Jahren leer, 2023 wurde es sogar besetzt. Nun findet eine teilweise Sanierung statt.
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Es gibt Gebäude in Wien, die kennt man einfach. Der Stephansdom ist für Anfänger. Die Flaktürme im Augarten sind für Fortgeschrittene. Und das Haus in der Breite Gasse 15 – das ist ein Fall für die Profis, für die Wienerinnen und Wiener. Denn in der Stadt hat das ehemalige Wohnhaus traurige Bekanntheit erlangt: Es wurde zu einem „Spekulationshaus“. Dessen Situation sich jetzt aber zumindest zu verbessern scheint.

Zum Verfallen verdammt steht das Gebäude seit Jahren in bester Lage in Neubau. Schmutz, Unrat und Tierplagen haben das Bild zuletzt bestimmt. Dazu kam, dass das um 1800 errichtete Biedermeierhaus im März 2023 sogar besetzt wurde: Als Zeichen gegen die Erhöhung der Richtwertmieten und gegen die damals in Wien stattfindende Gaskonferenz, der KURIER hat berichtet.

Jetzt aber scheint etwas voranzugehen. Das Gebäude wird im Rahmen einer „Ersatzvornahme“ zum Teil saniert, wie die Bezirksvorstehung Neubau mitteilt. Die Baupolizei (MA 37) bestätigt das: „Die aktuellen Maßnahmen im Zuge der Ersatzvornahme beinhalten die Instandsetzung der Fassade sowie der Firstkappen, die Entfernung der Plakatierungen und die konsensgemäße Herstellung der Portale.“ Die Kosten für die Arbeiten werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt, heißt es.

Eigentümer wollte Haus abreißen lassen

Apropos Eigentümer: Dieser hat in der Vergangenheit versucht, das Gebäude abreißen zu lassen. Das dazugehörige Ansuchen sei aber nicht bewilligt worden, heißt es von der Baupolizei. Und auch neue Abbruch-Ansuchen wären „nach den aktuell geltenden Gesetzen nicht zu bewilligen“.

Hintergrund ist die Bauordnungsnovelle von 2023, die unter anderem Verschärfungen für den Abbruch von Altbauten mit sich brachte. Von der Baupolizei heißt es im konkreten Fall zur Breite Gasse 15: „Da der Eigentümer nachweislich seiner Instandhaltungspflicht seit Jahren nicht nachkommt, können die dadurch entstandenen Schäden nicht für die Berechnungen rund um eine etwaige wirtschaftliche Abbruchreife herangezogen werden.“ Ein neuerliches Ansuchen auf Abriss gebe es derzeit aber ohnehin nicht.

Heißt zusammengefasst: Das Haus bleibt (vorerst) stehen. Aber auch weiter unter Beobachtung.

„Problemhausgipfel“

Von Bezirksvorsteher Markus Reiter (Grüne) heißt es deshalb zu den nun stattfindenden Arbeiten: „Dass nun endlich saniert wird, ist eine gute Nachricht für die Anrainerinnen und Anrainer und ein wichtiger Schritt für den Erhalt dieses geschichtsträchtigen Hauses.“ Dazu beigetragen habe unter anderem ein im Bezirk abgehaltener „Problemhausgipfel“.

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