Bunte Fahnen: Sichtbar heißt nicht gleich sicher
Zusammenfassung
- Regenbogenfahnen an Wiener Schulen stehen für Vielfalt, bedeuten aber nicht automatisch Sicherheit für LGBTQI+-Personen.
- Der Verein „Ausgesprochen!“ unterstützt Lehrkräfte mit Vernetzung, Fortbildungen und Materialien zu LGBTQI+-Themen.
- LGBTQI+-Themen sollen im Unterricht selbstverständlich behandelt werden, um Berührungsängste abzubauen und Menschenrechte zu stärken.
Regenbogenfahnen wehen derzeit vor mehr als 150 von insgesamt 700 Wiener Schulen. Für die Bildungsdirektion ein Zeichen für Offenheit und Vielfalt. „Sichtbarkeit draußen bedeutet nicht automatisch Sicherheit drinnen“, so Viktoria Veronese, Obfrau des Vereins „Ausgesprochen!“.
Soziales Miteinander
Der Verein vernetzt LGBTQI+-Lehrkräfte und unterstützt Schulen mit Fortbildungen, Unterrichtsmaterialien und Beratungsangeboten. Denn nicht nur Jugendliche, auch Lehrkräfte würden sich nicht immer sicher fühlen.
„Viele Kolleginnen und Kollegen trauen sich nicht, sich im Berufsleben zu outen“, erzählt Veronese. Trotz gesetzlicher Antidiskriminierungsregelungen hätten sie Angst vor den Reaktionen.
Unterstützung
Um solche Berührungsängste abzubauen, bietet der Verein Unterstützung für Lehrkräfte an. Themen wie unterschiedliche Familienformen, Antidiskriminierung oder sexuelle Vielfalt könnten so im Unterricht behandelt werden.
„Wenn rund zehn Prozent der Bevölkerung LGBTQI+ sind, dann sollten auch fünf Minuten im Unterricht für sie sein“, so Veronese.
LGBTQI+-Themen sollten künftig nicht mehr als Sonderthema behandelt werden. „Es geht um Menschenrechte und um respektvollen Umgang.“
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