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Prater-Unternehmer verunglückt: „Wir halten jetzt alle zusammen“

Walter Pondorfer ist einer der vier Österreicher, die am Donnerstag bei einem Flugzeugabsturz verunglückt ist.
Blick von einer Achterbahn auf den Wiener Prater mit seinen Fahrgeschäften und dem Riesenrad unter einem sonnigen Himmel.

Auf das sonst so fröhliche Ambiente im Wiener Wurstelprater sollte sich Donnerstagabend ein düsterer Schatten legen. Acht Fahrgeschäfte stellten kurzfristig ihren Betrieb ein. Der Grund ist ein trauriger:

 Unternehmer und Prater-Urgestein Walter Pondorfer ist einer der vier Toten, die wenige Stunden zuvor mit einem Kleinflugzeug in Kroatien abgestürzt sind. Pondorfer ist Gründer von „Funtime“, das in Wien und auch international mit Fahrgeschäfte in Vergnügungsparks für Furore sorgt.

Am Freitag bestätigte eine Pressesprecherin im Auftrag Pondorfers Familie sein Ableben. Er sei mit Leib und Seele Praterunternehmer gewesen, hieß es wenig später von der Familie. Weswegen man entschlossen hatte, die Fahrgeschäfte – darunter Black Mamba, Praterturm. Sling Shot und Apollo 12 – noch am Freitag wieder aufzusperren. „Er hat für die Vergnügungsbranche gelebt und würde wollen, dass es weitergeht!“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden der Familie „großartig zur Seite stehen“, erklärten sie weiter. „Wir halten jetzt alle zusammen“.

CROATIA-AVIATION-ACCIDENT

Private Reise

Der 64-Jährige habe mit zwei Freunden privat nach Pula reisen wollen. Gestartet wurde beim Flugplatz Lienz/Nikolsdorf in Osttirol. Das Unglück, bei dem alle drei Passagiere und der Pilot umkamen., ereignete sich um 11.20 Uhr über der kroatischen Halbinsel Istrien. Zwei bis drei Kilometer südwestlich des Sportflugplatzes nahe Medulin stürzte das Flugzeug ab. 

Warum die einmotorige Maschine ins Trudeln geraten ist, ist noch ungeklärt. Erst sei das Flugzeug bis zu einer Höhe von etwa 300 Metern normal geflogen, wie der pensionierte Pilot Nijaz Delić, der auf die Landung der Maschine in Medulin gewartet hatte, gegenüber dem kroatischen Rundfunksender HRT erklärte. „Dann geriet es plötzlich ins Trudeln.“

Keine Explosion

Der Zeuge sagte, er glaube, es sei dem Piloten noch gelungen, das Flugzeug horizontal abzufangen. „Aber es flog immer noch in einem sehr steilen Winkel auf den Flughafen zu und stürzte einfach auf einen Hügel hinter einem Wald zu. Wir haben es nicht wieder gesehen, es gab keine Explosion, nichts“.

Für die Insassen war jede Hilfe zu spät gekommen. Die Ermittlungen vor Ort wurden neben Staatsanwaltschaft und Polizei auch von der Agentur zur Untersuchung von Unfällen im Luft-, See- und Schienenverkehr (AIN) aufgenommen. Ein Bericht soll nach Abschluss der Ermittlungen veröffentlicht werden.

Die Verstorbenen sollen obduziert und alle relevanten Umstände des Unfalls geklärt werden, hieß es. Das Kleinflugzeug vom Typ Beechcraft Bonanza wurde laut „Austrian Wings“ 2015 gebaut und in Deutschland registriert.

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