Chronik | Wien
13.11.2017

Philips-Haus: Luxus-Umbau verzögert sich

Der Umbau des Philips-Hauses in der Triester Straße hätte längst fertiggestellt sein sollen.

Bis Herbst 2016 hätten in der ehemaligen Konzernzentrale von Philips in der Triester Straße 135 sogenannte Condo-Suites bezogen werden sollen. Luxuriös ausgestattet, voll eingerichtet.

Expats (entsandte Fachkräfte) oder Mieter aus den Bundesländern, die nur unter der Woche zum Arbeiten in Wien sind, sollten diese 31 bis 46 großen Apartments beziehen. Doch bezugsfertig ist der Umbau des denkmalgeschützten Hauses, das Architekt Karl Schwanzer entworfen hat, noch lange nicht. Der Umbau verzögert sich um eineinhalb Jahre. Insider berichten von "großen Schwierigkeiten" und einem Baustopp. Hat der Denkmalschutz, unter dem Fassade und Stiegenhaus des Gebäudes stehen, den Bau verzögert? Gab es strenge Auflagen des Bezirks? "Damit hat das nichts zu tun", heißt es dazu aus der Favoritener Bezirksvertretung. Wenn es Verzögerungen gebe, dann müssten diese am Bauträger selbst liegen, von Seiten des Bezirks sei alles in Ordnung.

Phil’s Place – so heißt das voluminöse Bauprojekt der Sans Souci Privatstiftung, die das Projekt gemeinsam mit 6B47 Real Estate Investors realisiert. 2014 kaufte die Sans Souci Group das Objekt in der Triester Straße um 11,5 Millionen Euro vom Investor Thomas Levenitschnig. Das geplante Investitionsvolumen lag damals bei 20 Millionen Euro.

Konkurs

Das hat sich mittlerweile geändert. "Wir gehen jetzt von 25 Millionen Euro aus", sagt Norbert Winkelmayer, CEO der Sans Souci Group und Eigentümer des gleichnamigen Hotels in der Burggasse.

Einen Baustopp gebe es nicht: "Sicher wird gebaut. Ich hüpfe ja jeden Tag selbst in Gummistiefeln auf der Baustelle herum."

Laut Winkelmayer habe sich zunächst der Baubeginn "aufgrund diverser Wünsche" um mehrere Monate verzögert. Dann sei jene Firma, die für die Alu-Konstruktionen des Gebäudes zuständig war, in Konkurs gegangen. "Das hat uns gute zwei Monate gekostet."

Mittlerweile würde wieder gebaut werden. Und zwar eine Tiefgarage. Auch die Verträge mit Merkur, Hofer, Vapiano, Bipa und der Fitnesscenter-Kette John Reed seien unter Dach und Fach.

Fertigstellung 2018

"Es scheint nur von außen so, als ob wenig passiert", sagt Winkelmayer. Mit dem Umbau liege man nun wieder voll in der Zeit. Im Jänner 2018 sollen die ersten Mieter einziehen, im März dann weitere. Die Fertigstellung von Phil’s Place sei nun für das zweite Quartal des Jahres 2018 geplant. Da werde auch das "Vertical Village" mit allen Lokalen und Geschäften "in Vollbetrieb gehen", sagt Winkelmayer, der damit das Grätzel aufgewertet sieht.