Wohin sind die Pfauen vom Wiener Stadtpark verschwunden?

Bis Anfang der 2000er-Jahre gab es im Wiener Stadtpark ein Pfauenpaar. Danach sind sie verschwunden.
beautiful peacock shows its awesome feathers

Romantisch ist er, der Stadtpark. Zumindest in der Kindheitserinnerung meiner Kollegin Diana Dauer. Vergangene Woche erzählte sie an dieser Stelle von Spaziergängen mit ihrer Großmutter und von Pfauen. Von Pfauen? Ja, von Pfauen.

Wer sich nicht erinnert: Bis Anfang der 2000er-Jahre gab es im Stadtpark ein Pfauenpaar. Irgendwann war das Vogelpaar aber verschwunden. Wohin, ist also die Frage.

Und die ist gar nicht so einfach zu beantworten, wie sich herausstellt. Eine kurze Google-Recherche ergibt dazu kaum etwas, nur dass die Pfauen weggebracht wurden, angeblich aufgrund von aggressivem Verhalten gegenüber Besuchern. Der MA 60 (Veterinäramt) dagegen liegen zu den Pfauen gar keine Informationen vor, so eine Sprecherin.

„Ein anderer Ort“

Nur die Wiener Stadtgärten scheinen über das Schicksal der Pfauen Bescheid zu wissen – zumindest ein bisschen. Anfang der 2000er ist einer der beiden Vögel gestorben, berichtet eine Sprecherin. „Der zweite wurde laut den vorliegenden Informationen an einen anderen Ort gebracht.“ Wo dieser mysteriöse „andere Ort“ liegt, bleibt aber unbeantwortet, denn: „Wohin das Tier konkret gebracht wurde, ist uns heute nicht mehr bekannt. “

Ob es damals auch zu aggressivem Verhalten der Tiere gekommen ist – wie die kurze Google-Recherche ergab – könne aus heutiger Sicht nicht mehr beurteilt werden. Neue Pfauen gibt es seitdem aber nicht.

Ein kurzes Aufflammen der Thematik gab es dann noch im Jahr 2011, als die FPÖ Landstraße die Rückkehr der Pfauen forderte. Das wurde damals aber abgelehnt. Und daran hat sich nichts geändert, wie die Stadtgärten berichten. Auf die Frage meiner Kollegin, ob man nicht zumindest etwas von früher behalten könne, etwa die Pfauen im Stadtpark, lautet die Antwort also: Nein. So viel ist jetzt klar. Aber vielleicht finden sich ja würdige Nachfolger für die Pfauen, an die man sich dann in 20 Jahren erinnert. Wie wäre es mit Schildkröten? Wahrscheinlich schwierig im Winter ...

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