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Chronik Wien
05/11/2012

Parkpickerl: FPÖ will VfGH prüfen lassen

Die Blauen hoffen auf Unterstützung der ÖVP, um den nötigen Antrag durchzubringen.

Die FPÖ will die bereits fixierte Ausweitung des Parkpickerls in Wien vor den Verfassungsgerichtshof (VfGH) bringen. Johann Gudenus, freiheitlicher Klubobmann im Landtag, hofft auf die Stimmen der Stadt-ÖVP, um einen dahingehenden Antrag stellen zu können.

Insgesamt brauche es in Wien 34 Mandatare, um einen Antrag auf Gesetzesprüfung beim VfGH stellen zu können. Neben den sicheren 27 Stimmen der FPÖ habe auch der aus der ÖVP ausgetretene Gemeinderat Wolfgang Aigner seine Unterstützung zugesagt. Gudenus zeigte sich zuversichtlich, dass man auch zumindest sechs notwendige ÖVP-Mandatare überzeugen werde. Denn auch in Sachen Volksbefragung gegen das Parkpickerl sei der "kleine Partner" ÖVP bereits auf FPÖ-Linie. Gudenus kündigte an, dahingehend aktiv Unterschriften zu sammeln. Seit Kurzem sammelt bereits die ÖVP die nötigen Unterstützungserklärungen.

Gleich mehrere Punkte in der Verfassung sieht Gudenus in der Ausweitung des Parkpickerls in Wien verletzt: So widerspreche es etwa dem Gleichheitsgrundsatz, wenn dieses in einem Bezirk gelte, in einem anderen mit "ähnlicher Situation" wieder nicht. Zudem ortet der Freiheitliche einen "massiven Eingriff in das Grundrecht des Eigentums" - wenn etwa Kleingartenbesitzer durch ein fehlendes Parkpickerl nur beschränkten Gebrauch von ihrem Besitz machen können. Nun soll ein Rechtsgutachten erstellt werden, das Bürgern, die eine Individualbeschwerde planen, ebenfalls bereitstehen werde.

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