Öl hätte in Boden sickern können: Illegale Werkstätte aufgeflogen
In Wien-Floridsdorf ist am Dienstag eine illegale Werkstätte auf einem Betriebsgelände entdeckt worden. Der Betreiber nutzte eine aufgelassene Halle für die Wartung seiner Lastkraftwagen. Besonders alarmierend war der Zustand des Werkstättenbodens: Zahlreiche offene Stellen hätten dazu führen können, dass austretendes Öl und andere Betriebsstoffe ungehindert in den Untergrund sickern und einen erheblichen Schaden für Boden und Grundwasser verursachen, so die Stadt Wien.
Nach einem Hinweis der Magistratsabteilung MA 22 (Umwelt) ist unter der Leitung der Gruppe Sofortmaßnahmen gemeinsam mit den zuständigen Dienststellen der Stadt, dem Magistratischen Bezirksamt für den 21. Bezirk, der Wiener Polizei sowie der Wasserpolizei eine Kontrolle auf dem Betriebsgelände in Kagran durchgeführt worden. Neben den schwerwiegenden Umweltmängel wurden laut Aussendung vom Mittwoch auch Gasflaschen vorgefunden, für die keine ordnungsgemäße Überprüfung nachgewiesen werden konnte.
Bereich musste geräumt werden
Der Betrieb der Werkstatt musste unverzüglich eingestellt und der Bereich geräumt werden. Mehrere dort abgestellte Fahrzeuge, darunter Lastkraftwagen ohne Bereifung, mussten vom Betreiber entfernt werden. Gegen den Verantwortlichen werden zahlreiche Anzeigen erstattet. Seitens der Wasserpolizei wurde der Sachverhalt der Staatsanwaltschaft zur weiteren Prüfung übermittelt.
„Es ist grob verantwortungslos, eine erhebliche Gefahr für unsere Umwelt in Kauf zu nehmen. Durch das rasche Einschreiten der beteiligten Dienststellen konnte womöglich ein erheblicher Umweltschaden verhindert werden“, sagte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.
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