Kampf gegen die Hitze: Neue Bäume fürs Nordbahnviertel
Wo heute Asphalt das Bild der Ernst-Melchior-Gasse 9 prägt, sollen schon im Herbst Bäume Schatten spenden und Nebeldüsen für Abkühlung sorgen. Vor dem Bildungscampus Gertrude-Fröhlich-Sandner startet die Stadt Wien die nächste Etappe ihrer Entsiegelungs- und Begrünungsoffensive im Nordbahnviertel.
28 neue Bäume
„Der Platz ist schon länger ein Problemkind“, sagt Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (SPÖ) am Mittwoch beim Baustart. Das soll sich nun ändern: Bis Herbst werden rund 2.900 Quadratmeter entsiegelt, 1.300 Quadratmeter neue Grünflächen geschaffen und 28 Bäume gepflanzt. Zusätzlich entstehen Trinkbrunnen, Nebeldüsen, Sitzgelegenheiten und helle Pflasterungen, die sich im Sommer weniger stark aufheizen.
Die Kosten der MA 28 für die klimafitte Umgestaltung belaufen sich auf rund eine Million Euro.
So soll der Vorplatz künftig aussehen. -
Der Bereich vor dem Bildungscampus soll künftig zu einer grünen Aufenthaltsfläche für Schülerinnen und Schüler sowie für die Bewohner des Nordbahnviertels werden. Die Umgestaltung sei ein weiterer Schritt, um das junge Grätzl klimafit zu machen.
Hitzeinseln reduzieren
Das Projekt ist Teil der Initiative „Raus aus dem Asphalt“, mit der bereits 344 Begrünungsprojekte umgesetzt worden seien. „Ein besseres Mikroklima braucht Wien so wie wir Menschen einen Bissen Brot“, sagt Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Ziel sei es, versiegelte Flächen in begrünte Aufenthaltsräume zu verwandeln und Hitzeinseln in der Stadt zu reduzieren.
Dass solche Maßnahmen immer wichtiger werden, betonte auch NEOS-Mobilitäts- und Umweltsprecherin Selma Arapović. Angesichts des Klimawandels brauche es mehr begrünte öffentliche Räume – insbesondere im Umfeld von Schulen. Diese würden Kindern und Jugendlichen mehr Schatten und Abkühlung bieten.
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