Chronik | Wien
03.12.2018

Neues Foto zeigt getöteten Austro-Terroristen Mohamed Mahmoud

Auf Dschihadistenseiten wurde ein Bild geteilt, das den gebürtigen Wiener zeigen soll.

Nun scheint es definitiv klar zu sein: Der österreichische Terrorist Mohamed Mahmoud, dem von der Staatsanwaltschaft Wien neunfacher Mord vorgeworfen wird, dürfte tot sein. Ein entsprechendes Foto des getöteten Mannes, der unter dem Kampfnamen Usama al-Gharib auftrat, ist auf Dschihadistenseiten aufgetaucht.

Wie berichtet, soll der 2014 nach Syrien ausgereiste Mahmoud bei Luftangriffen auf ein IS-Gefängnis getötet worden sein. Eine Bestätigung blieb bisher aber aus. Allerdings sind auch schon mehrfach Bilder seines angeblichen getöteten Freundes Denis Cuspert (alias Deso-Dogg) aufgetaucht, die diesen tot zeigen sollen.

Die Familie von Mahmoud hatte zuletzt immer wieder Todesmeldungen angezweifelt. Der Tod des Mannes sei lediglich eine Märtyrer-Inszenierung. Warum Mahmoud allerdings im Gefängnis gesessen sein soll, ist unklar. Beim IS reicht es aber mitunter schon, auf Facebook ein falsches Bild zu liken.

Bombe bei Fußball-Europameisterschaft

Bekannt wurde Mahmoud, als er einen Bombenanschlag auf die Fußball-Europameisterschaft in Wien plante und Propagandavideos für El-Kaida drehte. Zunächst wurde er offenbar unterschätzt und saß nur vier Jahre in Österreich im Gefängnis. Später zog er nach Deutschland und gründete mit Cuspert eine Islamisten-Sekte.

Später verbrannte er seinen Pass und wollte über die Türkei in den Dschihad nach Syrien. Nach einem zwischenzeitlichen Gefängnisaufenthalt in der Türkei landete Mahmoud in Syrien. Dort sorgte er für Entsetzen, als er 2015 in einem Tötungsvideo mit einem Komplizen zwei Soldaten in Palmyra erschoss. Insgesamt seien es sogar neun Soldaten gewesen, die getötet wurden, sagte später ein Augenzeuge. Am brutalsten von allen sei dabei Mahmoud vorgegangen, er habe die meisten Tötungen persönlich ausgeführt.

Mahmoud war beim IS vor allem für Propaganda zuständig. So soll er etwa an Internetmagazinen beteiligt gewesen sein, die zum Kampf gegen die Ungläubigen aufruft.