Chronik | Wien
16.12.2017

Nepp soll neuer blauer Vizebürgermeister werden

Personalrochaden im Wiener Rathaus bei FPÖ und ÖVP.

Die Bildung der türkis-blauen Koalition (siehe auch S. 2-7) hat auch personelle Auswirkungen auf die beiden Wiener Landesparteien. Weil Johann Gudenus gemeinsam mit Walter Rosenkranz die Führung des FP-Parlamentsklubs von Heinz-Christian Strache übernehmen soll, müssen die Wiener Freiheitlichen den Posten des nichtamtsführenden Vizebürgermeisters neu besetzen. Gudenus-Nachfolger könnte der jetzige Wiener Klubobmann Dominik Nepp werden.

Der 35-jährige Döblinger Bezirksparteichef ist seit 2010 im Gemeinderat, 2015 folgte er Gudenus als Klubobmann nach. Wie dieser ist er Mitglied einer schlagenden Studentenverbindung.

FPÖ-Klubchef

Als Nachfolger Nepps als Klubobmann ist Toni Mahdalik im Gespräch. Der 51-jährige Donaustädter ist seit 2005 im Wiener Gemeinderat. Derzeit ist er nichtamtsführender Stadtrat und Landesparteisekretär der Wiener FPÖ. Wer wiederum ihm als Stadtrat nachfolgen würde, sei noch offen, heißt es in blauen Parteikreisen.

Offiziell will man all diese Personalrochaden seitens der freiheitlichen Landespartei noch nicht bestätigen, sondern verweist auf die Klubsitzung am Dienstag, bei der die neue Klubführung beschlossen werden soll. Strache soll jedenfalls weiterhin Chef der Wiener Landespartei bleiben.

Blümel-Wechsel

Auch bei der Wiener ÖVP stehen personelle Wechsel an. Gernot Blümel bleibt zwar auch in seiner neuen Funktion als Kanzleramtsminister Wiener Parteichef, allerdings muss auch sein Posten als nichtamtsführender Stadtrat neu besetzt werden.

Als ein möglicher Kandidat gilt dem Vernehmen nach Markus Wölbitsch. Der 35-jährige ehemalige Unternehmensberater wurde nach der schweren ÖVP-Wahlniederlage 2015 Landesgeschäftsführer.

Seitens der Landespartei gibt man sich zur Blümel-Nachfolge noch bedeckt. Offiziell fixiert wird die schwarze Personalrochade bei der Sitzung der Parteigremien Montagnachmittag.