Chronik | Wien 28.02.2015

Neos sagen "klapprigem Dampfer" SPÖ Kampf an

Beate Meinl-Reisinger tritt bei der Wahl als Spitzenkandidatin an. © Bild: NEOS Wien

Wien-Wahl: Beate Meinl-Reisinger zur Spitzenkandidat gekürt.

60.000 Stimmen, als rund 7,5 Prozent. Dieses Wahlziel gaben die Wiener Neos bei ihrer Landesmitgliederversammlung am Samstag bekannt, bei der auch die Kandidatenliste für die Wahl finalisiert wurde. Beate Meinl-Reisinger wurde zur Spitzenkandidatin gekürt.

Bundesparteichef Matthias Strolz kündigte den Kampf des „pinken Schnellboots“ gegen den „fetten, alten Dampfer SPÖ an. Meinl-Reisinger dazu: "Wir gehen mit einem starken Team in den Wahlkampf, um gemeinsam die verkrusteten Strukturen in Wien aufzubrechen."

Keine große Portokasse

Beim Ziel für die Wiener Gemeinderats- bzw. Landtagswahl haben sich die Neos an die Nationalratswahl 2013 gehalten: Damals wählten 60.812 Wiener pink, was 7,65 Prozent Stimmenanteil ausmachte. „Wir haben nicht die große Portokasse des Michael Häupl“, wandte sich Strolz gegen den Wiener Bürgermeister. Die Neos würden vor allem im persönlichen Gespräch überzeugen.

„Er hat diese Stadt in einer Art im Griff , wie wir es nicht für anständig halten“, sagte Strolz und kündigte an, ab heute „Jagd auf Roter Oktober“ zumachen. Es brauche ein „pinkes Schnellboot“
gegen den „fetten, klapprigen, alten DampferSPÖ. Besonderen Fokus werden die Neos im Wahlkampf auf die Themen Arbeitslosigkeit, Bildung und Migration legen. „ Wien hat
viele Haltungsfehler und da müssen wir ein paar rhythmische Gymnastikübungen machen mit dieser Stadt“, meinte Strolz.

"Bäderwahlkampf"

Dass der Wahltermin erst im Oktober liege, werde für die Neos „hilfreich“ sein, zeigte sich Lechner überzeugt. Auch Claudia Gamon,Mitglied des Landesteams, freute sich auf einen „Bäderwahlkampf im Sommer“. Ab Mitte März werden die Neos ihre Mobilisierungskampagne mit „Neos at home“-Abenden und Hausbesuchen starten.

Bei der Mitgliederversammlung wählen die Neos die Kandidaten für die Gemeinderatsliste. Die Listenerstellung erfolgte zu einem Drittel durch ein Online-Voting, über ein weiteres Drittel entschied der Bundesvorstand gemeinsammit dem Landesteam Wien, das dritte Drittel Stimmgewicht üben schließlich die Mitglieder beim Wahlkonvent am Samstag aus. An den Online-Vorwahlen beteiligten sich 1.850 Personen. 120 Kandidaten stellten sich zur Wahl.

Erstellt am 28.02.2015