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Chronik | Wien
06/26/2019

Gasexplosion in Wien: Eine Tote, 14 Verletzte

Nach der Gasexplosion im vierten Bezirk gibt es den ersten Todesfall. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

In einem Gemeindebau in Wien-Wieden ist es am Mittwochnachmittag zu einer schweren Explosion gekommen. Nach der Detonation - die Einsatzkräfte gingen von einer Gasexplosion aus - klaffte ein riesiges Loch in dem mehrgeschoßigen Gebäude an der Ecke Preßgasse - Schäffergasse. Wohnbereiche zwischen dem zweiten und vierten Stock wurden weggerissen, Bauteile und Inventar auf die Straße geschleudert.

Eine Tote

Bei der Gasexplosion vom Mittwoch in einem Wohnhaus in Wien-Wieden ist eine Frau ums Leben gekommen. Nach Angaben des Sprechers der Wiener Berufsfeuerwehr, Christian Feiler, wurde sie in der Nacht auf Donnerstag innerhalb des Gebäudes geborgen.

Zudem wurde möglicherweise eine zweite Person mit einer Schuttinspektionskamera geortet. Die Feuerwehr versuche, zu dieser Person möglichst rasch vorzudringen, so der Sprecher.

Am Donnerstagabend war zudem von 14 Verletzten die Rede, darunter zwei Schwerverletzte. Ein 35-jähriger Hausbewohner, der sich zum Zeitpunkt der Explosion in seiner Wohnung befand, dürfte von herabfallendem Mauerwerk getroffen worden sein. Der Mann erlitt Knochenbrüche, Rissquetschwunden und schwere innere Verletzungen. Wie kurz vor 22:00 Uhr vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) in Erfahrung zu bringen war, hat sich sein Zustand mittlerweile stabilisiert. Lebensgefahr war keine mehr gegeben.

Bei dem zweiten Schwerverletzten handelt es sich um einen 54 Jahre alten Mann, der von Glassplittern getroffen wurde und Schnittverletzungen davongetragen hat. Die zwölf Leichtverletzten wurden teilweise in häusliche Pflege entlassen. Der andere Teil musste zur Beobachtung und zur weiteren medizinischen Behandlung in verschiedenen Krankenhäusern bleiben

Keine Personen unter Schutthaufen

Unter dem Schutthaufen über Autos in der Preßgasse, der sich nach der mutmaßlichen Gasexplosion gebildet hatte, sind keine Personen gefunden worden. Das sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Drei Personen wurden noch vermisst - es handelte sich um Hausbewohner, zu denen es bisher keinen Kontakt gab. Das heiße aber nicht, dass diese sich zur Unglückszeit im Gebäude befunden hätten.

Die Feuerwehr durchsuchte das Gebäude in den Nachtstunden erst von unten nach oben, dann von vorne nach hinten. "Suchen und sichern" lautete das Motto. Der Einsatz werde die ganze Nacht andauern, hieß es.

Der Live-Ticker zum Nachlesen:

 

Gasexplosion in Wien: Alle Informationen im Live-Ticker

  • 06/26/2019, 10:06 PM

    Eine (hoffentlich) gute Nacht!

    Wir beenden an dieser Stelle nun die Live-Berichterstattung. Weitere Updates zu der Suchaktion in Wien Wieden finden Sie morgen früh auf unseren Seiten.
  • 06/26/2019, 10:00 PM

    Keine Lebensgefahr mehr bei Schwerverletztem

    Jener Mann, der zwischenzeitlich in Lebensgefahr geschwebt sein soll, erlitt Knochenbrüche, Rissquetschwunden und schwere innere Verletzungen. Wie kurz vor 22.00 Uhr vom Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) in Erfahrung zu bringen war, hat sich sein Zustand mittlerweile stabilisiert. Lebensgefahr war keine mehr gegeben.

  • 06/26/2019, 9:19 PM

    Der Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, Christian Feiler, über die Überlebenschancen von möglicherweise Verschütteten

  • 06/26/2019, 9:16 PM

    Polizei: Keine Personen unter Schutthaufen

    Unter einem Schutthaufen über Autos in der Preßgasse, der sich nach der mutmaßlichen Gasexplosion in Wien-Wieden gebildet hatte, sind keine Personen gefunden worden. Das sagte Polizeisprecher Harald Sörös. Drei Personen wurden noch vermisst - es handelte sich um Hausbewohner, zu denen es bisher keinen Kontakt gab. Das heiße aber nicht, dass diese sich zur Unglückszeit im Gebäude befunden hätten.
  • 06/26/2019, 9:14 PM

    "Wettlauf gegen die Uhr"

    Nach 22.00 Uhr war die Suche noch immer im Gange. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Feuerwehr - wie berichtet - bereits schweres Bergegerät beigezogen. "Wir räumen bereits gesichertes Material damit ab. Dann wird händisch weitergegraben. Es ist ein Wettlauf gegen die Uhr", meinte der Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, Christian Feiler. Weiterhin seien möglicherweise sehr leise Kratz- oder Klopfspuren zu vernehmen. "Wir beschallen den Kegel und fordern eventuell Verschüttete auf, sich mit unregelmäßigen Zeichen zu melden", sagte der Feuerwehr-Sprecher. Damit wolle man ausschließen, dass man bloß auf Geräusche eines technischen Gerätes reagiere. Andererseits suche man auch im Inneren des Hauses. Es könnte nämlich auch möglich sein, dass die potenziellen Signale von einem Verschütteten aus der Zone zwischen dem Innenraum an der Hausmauer und der Straße stammen. Ob dem so ist, sollte vor Mitternacht feststehen.

  • 06/26/2019, 9:08 PM

    Schüler hatten offenbar Glück

    In unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle befinden sich eine Volksschule und eine Neue Mittelschule. Wie ein Anrainer der APA mitteilte, sollen sich 30 bis 40 Minuten vor dem Unglück noch Kinder und Eltern, die ihre Kleinen von der Nachmittagsbetreuung abholten, auf der Straße befunden haben. Später wurden die Schulen vorübergehend geöffnet, wo evakuierte Bewohner und besorgte Angehörige gelabt wurden.

  • 06/26/2019, 9:07 PM

    Der tonnenschwere Schuttkegel, fotografiert um zirka 19:30 Uhr

  • 06/26/2019, 8:06 PM

    Ludwig am Unglücksort

    Auch der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) ist am Unglücksort eingetroffen, um sich selbst ein Bild über die Rettungsmaßnahmen zu verschaffen, berichtet die APA.

  • 06/26/2019, 7:46 PM

    "Wir geben die Hoffnung nicht auf"

    Wie ein Polizeisprecher gegen 21.30 Uhr erklärte, dürfte es sich um ein Auto handeln, das von den Schuttmassen begraben wurde. Die Wiener Berufsfeuerwehr hat die Bergungstruppe wieder geteilt. Einerseits werde der Schuttberg in der Preßgasse abgetragen, andererseits suche man auch im Inneren des Hauses. Es könnte nämlich auch möglich sein, dass die potenziellen Signale von einem Verschütteten aus der Zone zwischen dem Innenraum an der Hausmauer und der Straße stamme. "Wir graben händisch mit so vielen Einsatzkräften wie möglich. Sie dürfen einander aber auch nicht behindern. Außerdem sorgen wir für regelmäßige Ablösen", verriet der Feuerwehrsprecher. Man könne nicht abschätzen, wie lange es Überlebenschancen gibt. "Das hängt von dem Hohlraum ab, in dem sich jemand befindet und von seinen Verletzungen. Nach Erdbeben wird immer wieder von 'Wundern' gesprochen, wenn nach zwei oder drei Tagen noch jemand geborgen wird. Wir geben jedenfalls die Hoffnung nicht auf."
     

  • 06/26/2019, 7:43 PM

    Einige Leichtverletzte in häusliche Pflege entlassen

    Einige der zwölf Leichtverletzten sind inzwischen nicht mehr im Spital. Ein Teil der Betroffenen konnte in häusliche Pflege entlassen werden. Der andere Teil bleibe zur Beobachtung und zur weiteren medizinischen Behandlung in den Krankenhäusern, teilte der Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV) mit. Zum aktuellen Zustand des lebensgefährlich verletzten 35-Jährigen lagen vorerst keine Angaben vor. Unter den gelinderen Verletzten soll sich auch ein Kind befinden.
  • 06/26/2019, 7:02 PM

    Weiterhin Klopfgeräusche zu hören

    Die verschüttete Person sitzt möglicherweise gar nicht im Auto, sondern befindet sich vielleicht auf dem Gehsteig, berichtet Birgit Seiser. Die Feuerwehr bat mögliche Verschüttete, unregelmäßige Klopfgeräusche zu machen. Es wurden auch ganz leise welche vernommen. Sollte sich die Person in einem Hohlraum befinden, könnte sie länger überleben.

  • 06/26/2019, 7:00 PM

    Schweres Gerät angerückt

    Jetzt rückt auch ein Traktor mit einer Hochkippschaufel an. Die Feuerwehr trägt den Schutt aber händisch ab, um nicht möglicherweise Verschüttete zu verletzen, berichtet unsere Reporterin Birgit Seiser.

  • 06/26/2019, 6:54 PM

    35-jähriger Hausbewohner in Lebensgefahr

    Ein 35-jähriger Mann sei lebensgefährlich verletzt worden, sagte Daniel Melcher von der Wiener Berufsrettung der APA. Der Mann habe sich zum Zeitpunkt der Explosion in seiner Wohnung im primär betroffenen Gebäude befunden. Er dürfte von herabfallenden Bauteilen getroffen worden sein.

    Laut Melcher hat der Hausbewohner Knochenbrüche, Rissquetschwunden und schwere innere Verletzungen erlitten. Bei dem zweiten Schwerverletzten handelt es sich um einen 54 Jahre alten Mann, der von Glassplittern getroffen wurde und Schnittverletzungen davongetragen hat.

    Insgesamt hat sich die Anzahl der Verletzten mit Stand 20.45 Uhr auf 14 erhöht. Auch sämtliche gelinder Verletzten wurden hospitalisiert. Wie Melcher mitteilte, wurden sie mit Verbrennungen, Schnittwunden und Atembeschwerden spitalsärztlich behandelt.
     

  • 06/26/2019, 6:44 PM

    Mehrere Tonnen Schutt

    Durch die Explosion und herabfallende Trümmer sind laut Feuerwehr mehrere Tonnen Schutt angefallen. Darünter könnten sich etwa 4 Autos befinden.

  • 06/26/2019, 6:32 PM

    Kratzgeräusche

    Laut Christian Feiler, Sprecher der Wiener Berufsfeuerwehr, wurden leichte Kratzgeräusche unter den Trümmern vor dem Haus vernommen. Die Situation sei äußert heikel, weil die Autos gequetscht wurden und dadurch der Sauerstoff knapp werden könne.

  • 06/26/2019, 5:48 PM

    Suchhund hat angeschlagen

    Die Feuerwehr muss nun ein Auto von Trümmern befreien. Ein Suchhund hat angeschlagen, unter den Trümmern wird eine Person vermutet.

  • 06/26/2019, 5:23 PM

    Person aus Schutt geborgen

    Laut Polizeisprecher Paul Eidenberger wird nun eine Person aus dem Schutt geborgen. Einer der Suchhunde hat angeschlagen. Über den Zustand der Person ist noch nichts bekannt.

  • 06/26/2019, 5:20 PM

    Personen verschüttet

    Ein oder zwei Personen dürften in einem Auto vor dem Haus verschüttet worden sein. Laut Feuerwehrsprecher Feiler gab es Klopfzeichen. Der Schallortungstrupp ist mit Rettungshunden im Einsatz.

  • 06/26/2019, 5:09 PM

    Info für Angehörige

    Viele Menschen kommen, um nach Angehörigen zu suchen. Drei Kriseninterventionsteams sind im Einsatz.

  • 06/26/2019, 5:02 PM

    Evakuierung

    Laut Feuerwehr hat sich die Explosion zwischen dem zweiten und vierten Stock ereignet. Zehn bis 15 Menschen wurden aus dem Gebäude geborgen. Das zweite betroffene Haus dürfte derzeit nicht einsturzgefährdet sein.