Das Mordopfer brach im Wachzimmer Pappenheimgasse zusammen

© KURIER/Franz Gruber

Wien-Brigittenau
03/01/2016

Nach Bruststich in Polizeistation geschleppt

Ein 52-Jähriger brach in Inspektion zusammen und verstarb beim Transport ins Krankenhaus.

von Michael Berger

Zu dramatischen Szenen mit darauffolgendem Mordalarm kam es Dienstagabend in der Polizeiinspektion Pappenheimgasse in Wien-Brigittenau. Gegen 18.50 Uhr schleppte sich ein 52-Jähriger bis in den Eingangsbereich des Wachzimmers. Dort brach der Mann schließlich wortlos zusammen. Auf der Straße war sogar noch eine Blutspur zu sehen. Sofort kümmerten sich zwei Beamte um den am Boden liegenden, zusammengekrümmten Mann. Schon nach den ersten Sekunden der Erstversorgung erkannten die Polizisten mindestens eine tiefe Stichwunde im Brustbereich des Opfers. Während ein Beamter sich um den Schwerstverletzten kümmerte, alarmierte sein Kollege die Wiener Berufsrettung. Schon nach wenigen Minuten traf der Rettungswagen ein. Die massive Blutung im Brustkorb konnte durch die professionelle Erstversorgung großteils gestoppt werden. Trotzdem verlor der 52-Jährige bereits sehr viel Blut. Notarzt und Sanitäter kümmerten sich um das Opfer und brachten den bewusstlosen Mann in den Rettungswagen. Mit Blaulicht startete die Fahrt ins Spital. Doch wenige Minuten später verlor die Besatzung des Rettungswagens den Kampf um das Leben des Opfers.

Erste Spuren

Noch in der Nacht konnten die Kriminalisten die ersten Anhaltspunkte zu dem Mord eruieren. So dürfte das Opfer in der Nähe des Wachzimmers angestochen worden sein. Denn der Mann, er war laut seiner Frau einkaufen, meldete sich noch von der Straße aus über die Sprechanlage seines Wohnhauses bei der Gattin. Die schickte ihm sofort zum nahe gelegenen Wachzimmer in der Pappenheimgasse. In dem Grätzl patrouillierten stundenlang Polizeifahrzeuge. Denn der verstorbene Mann, ein Türke, dürfte in unmittelbarer Nähe seiner Wohnung angestochen worden sein.

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