Nach Absagen: Lichterfest an der Alten Donau findet wieder statt
Ein Feuerwerk wird es heuer nicht mehr geben. Einerseits wegen der Tausenden Zuschauer, andererseits wegen der Umwelt.
Kein Feuerwerk, kein Sicherheits- oder Awarenesskonzept, keine Straßensperren: Das Lichterfest an der Alten Donau findet heuer nach zwei Jahren Pause am 1. August wieder statt – allerdings unter geänderten Rahmenbedingungen.
„Das Lichterfest soll heuer im kleineren Format stattfinden. Wir wollen uns wieder an den Ursprüngen des Lichterfests orientieren“, sagt Ferdinand Querfeld, Geschäftsführer im Bootshaus, der sich in den letzten Jahren auch am Fest beteiligt hatte.
„Nicht stemmbar“
In den beiden vergangenen Jahren fand das Event aber nicht statt. Ein Fest in dieser Größenordnung sei finanziell ohne Eintritt und Großsponsoren nicht mehr stemmbar, sagte der damalige Veranstalter, Markus Grießler, dem KURIER im Vorjahr. „Die Sperre der Brücke, die ganze Technik, die man auf der Brücke braucht, die Toiletten, der Stromanschluss für die Foodtrucks, all das ist ein Aufwand, der viel Geld kostet“, erklärte Grießler.
Große Lichterfestparty
All das wollen sich die Gastronomen und Bootsvermieter heuer ersparen. „Uns fehlt dieses romantische, kleine Lichterfest, das es früher einmal war. Eigentlich geht es darum, dass die Bootsvermieter ihre Flotten schmücken und herzeigen können“, erklärt Querfeld. Auch mehrere Gastronomie-Betriebe wollen sich am heurigen Lichterfest beteiligen, unter anderem das Bootshaus.
„Bei uns wird es eine große Lichterfestparty mit Livemusik und Beleuchtung geben. Reservieren kann man an dem Abend nicht“, informierte Querfeld. Man wolle nämlich Menschenmassen vermeiden – unter anderem auch wegen der Sicherheitsvorkehrungen, die bei Großveranstaltungen anfallen.
Neue Richtlinien im Veranstaltungsgesetz
Seit 1. Juli muss bei Events ab 300 Personen ein nämlich auch verpflichtendes Awareness-Konzept vorgelegt werden. Außerdem müssen Straßen gesperrt, Securitys bezahlt und die Polizei informiert werden. „Das war in den letzten Jahren eine große Hürde“, berichtet Querfeld.
Ferdinand Querfeld, Geschäftsführer im Bootshaus, beteiligt sich am Lichterfest.
Kein Feuerwerk wegen der Umwelt
Aus diesem Grund wird es heuer auch kein Feuerwerk geben – wegen der Menschenmassen und aus Rücksicht auf die Umwelt, so der Geschäftsführer des Bootshauses. Besonders für dieses Spektakel strömten Besucherinnen und Besucher häufig auf die Kagraner Brücke.
„Das waren teilweise sicher 40.000 oder 50.000 Menschen, die sich das Feuerwerk angeschaut haben. Wir haben für diese Menge an Leuten auch gar nicht die Kapazitäten zum Vermieten der Boote“, sagt Werner Ahammer, Chef der Bootsvermietung „Eppel Boote“ an der Alten Donau.
Werner Ahammer, Chef der Bootsvermietung "Eppel Boote", stellt heuer 60 Boote für das Lichterfest zur Verfügung.
Betrieb eingezäunt
Er habe seinen kompletten Betrieb einzäunen und Securitys anheuern müssen, damit die Zuschauer nicht über den Zaun auf sein Grundstück kletterten. Nur die Personen, die auch ein Boot reserviert hatten, durften das Grundstück auch betreten.
60 Boote vermietet Ahammer heuer für das Lichterfest. Mit Lampions und Knicklichtern werden diese auf die Alte Donau geschickt. „Wir sind schon gut ausgebucht“, meint Ahammer.
- Wegen Corona musste das Fest bereits 2020 und 2021 abgesagt werden.
- 2022 war eine Großbaustelle der Grund, warum es nicht durchgeführt werden konnte.
- 2023 fand das Lichterfest zum bisher letzten Mal statt.
- Im vergangenen Jahr scheiterte die Umsetzung an finanziellen Gründen – Sponsoren sprangen ab, Subventionen wurden gekürzt.
Kommentare