Chronik | Wien 27.01.2015

Mutmaßlicher Räuber wohnte bei ElternEltern

Insgesamt sieben Überfälle auf Super- und Drogeriemärkte sollen die Burschen seit Dezember verübt haben. © Bild: /Polizei

Burschen sind 18 bis 21 Jahre alt.

Äußerst brutal und bestens maskiert gingen die fünf Männer bei ihren Überfällen vor. Sie waren sogar so gut vermummt, dass die Ermittler erst gar nicht wussten, dass zwei der Verdächtigen eine dunkle Hautfarbe haben. Sieben Überfälle auf Super- und Drogeriemärkte in Wien sollen auf das Konto der Räuberbande gehen. Zuletzt überfielen die jungen Männer am vergangenen Freitag eine Billa-Filiale in der Geiselbergstraße in Simmering – der KURIER berichtete.

"Wir waren den Tätern schon auf der Spur, hatten die Wohnadressen ausgeforscht und Festnahmeaufträge beantragt. Während wir das Einschreiten geplant haben, konnten wir per Funk mithören, dass in der Nähe der Überfall stattgefunden hatte", schildert Oberstleutnant Robert Klug. Die Polizei forschte die Verdächtigen nach einem Hinweis aus – einer der Burschen soll mit einem Überfall geprahlt haben.

Nach dem Übergriff in Simmering, bei dem einer die Kassierin in den Schwitzkasten genommen hatte, positionierten sich WEGA-Beamte vor einer Wohnung in Favoriten. Ein Verdächtiger warf noch die erbeutete Kassenlade aus einem Fenster im zweiten Stock – und traf die Windschutzscheibe eines Autos. Alle drei Männer wurden festgenommen. Sie sind 18, 19 und 21 Jahre alt, einer wohnte noch bei den Eltern. Zwei mutmaßliche Komplizen, die Gaspistolen organisiert haben sollen, wurden ebenfalls ausgeforscht. Auch sie sind erst 19 Jahre alt.

In der Wohnung fanden die Ermittler Gaswaffen und die Beute. Bei den Überfällen – einer in Floridsdorf, zwei in Simmering und vier in Favoriten – erbeuteten sie rund 20.000 Euro. Damit bestritten sie ihren Lebensunterhalt.

Erstellt am 27.01.2015