Chronik | Wien
14.04.2018

Morddrohung gegen AMS-Mitarbeiterin

40-Jähriger bedrohte AMS-Mitarbeiterin in Wien mit Messer und wurde von der Polizei verhaftet.

Ein 40-jähriger Mann ist am Freitag festgenommen worden, weil er eine Angestellte eines AMS-Büros in Wien-Brigittenau bedroht haben soll. Wie die Polizei am Samstag berichtete, kam der Verdächtige gegen 11 Uhr in das Büro, legte sein Messer auf den Tisch und drohte der Frau mit dem Umbringen. Ein zu Hilfe gerufener Sicherheitsmitarbeiter nahm die Waffe an sich und verständigte sofort die Polizei.

„Bei der anschließenden Festnahme durch Beamte des Stadtpolizeikommandos Brigittenau in der Dresdner Straße verhielt sich der Verdächtige ruhig und leistete keinen Widerstand“, erklärt Polizeisprecher Daniel Fürst. Über den 40-Jährigen wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Kritische Situation

Die Tendenz zur steigenden Aggression der AMS-Kundschaft zeichnet sich, wie mehrfach berichtet, schon seit einigen Jahren ab. Immer wieder kommt es beim Arbeitsmarktservice zu kritischen Situationen. Mitarbeiter werden meist verbal bedroht, aber auch Bombendrohungen sind keine Seltenheit in den Jobcentern. Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen in den vergangenen Jahren wird oft als Grund dafür genannt. Nicht nur in Wien werden Mitarbeiter bedroht, auch in den Bundesländern kommt es öfter zu Polizeieinsätzen.

Das Arbeitsmarktservice hat die Sicherheitsvorkehrungen in den vergangenen Jahren erhöht. Securitykräfte sind mittlerweile in fast allen Zweigstellen vor Ort. Zusätzlich werde das Personal in den Bereichen Konfliktmanagement und deeskalierender Gesprächstechnik geschult.

Auch bei der Ausstattung der Filialen steht die Sicherheit im Vordergrund. Transparente Türen und Notfallknöpfe wurden zuletzt installiert und ermöglichen schnellere Hilfeleistung.